Reisschlagversteigerung

Die aktuelle Corona-Situation hat auch Auswirkungen auf den Verkauf von Reisschlägen. Die Versteigerung kann nicht in gewohnter Form durchgeführt werden. Um allen interessierten Holzkunden die gleichen Voraussetzungen zum Erwerb eines Reisschlags zu ermöglichen, werden die Reisschläge dieses Jahr im Rahmen einer Submission, also einer schriftlichen Versteigerung angeboten.

Der Ablauf sieht wie folgt aus:
Losliste, Lagepläne, Bieterformular und die „Allgemeine Geschäftsbedingungen für den Verkauf von Flächenlosen an Verbraucher (AGB-Fl)“ werden nachfolgend veröffentlicht bzw. als PDF zum Herunterladen bereitgestellt.

Die angebotenen Reisschläge können ab sofort besichtigt werden.

Auf dem Bieterformular geben die Interessenten ihre Kontaktdaten, die gewünschte Anzahl von Losen und die Gebote für ein oder mehrere Lose an. Es ist sinnvoll, eine höhere Anzahl von Losen zu bebieten, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, die gewünschte Anzahl zugeschlagen zu bekommen. Mit ihrer Unterschrift bestätigen sie die Gebote und die Kenntnisnahme der AGB-Fl.

Das Bieterformular muss in einem verschlossenen, deutlich mit „Reisschlagversteigerung“ beschrifteten Umschlag  bis zum 22.3.2021 bei der Gemeindeverwaltung eingegangen sein.

Am 23.3.  werden die Umschläge geöffnet und es erfolgt die Auswertung der Gebote. Jeweils der/die Meistbietende erhält den Zuschlag für das gewünschte Holz.

Bei mehreren gleichen Geboten entscheidet das Los. Geben Sie deshalb bitte auch ungerade Angebote ab (z.B. 237,17€).

Ein Anschlagspreis ist als Mindestpreis festgelegt und in der Bieterliste ausgewiesen. Bei Geboten unterhalb des Anschlagspreises behält sich die Gemeinde  den Zuschlag vor.

Im Anschluss an den Eröffnungstermin wird eine Zuschlagsliste auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht. Mit der Zusendung der Holzrechnung kommt der Kauf zustande.

Für die Aufarbeitung im Wald gelten die Bedingungen aus den „AGB-Fl“, allem voran ein erfolgreich absolvierter Motorsägenkurs.

Die Aufarbeitungsfrist für die Reisschläge endet am 31.5.2021

Bei Rückfragen:
Forstrevierleiter
Herr Letsch
Tel. 01727257265
E-Mail: guenther.letsch@lrasig.de

 

2020_AGB_Flächenlos_Verbraucher
Bieterformular
Losliste
Jockeleshau
Hitzkofen
Ähnesäcker
Stenzenhalde

Neue Coronaverordnung

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich finde, derzeit den Überblick über die geltenden Corona-Regeln zu behalten, ist gar nicht so einfach. Lockerungsbemühungen einerseits treffen auf steigende Inzidenzzahlen andererseits. Es kündigt sich ein Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen an, die von Kreis zu Kreis, manchmal sogar von Stadt zu Stadt unterschiedlich ausfallen. Das Konzept der Politik setzt – solange die Impfstoffbeschaffung immer noch in sehr geringem Maß ausfällt – auf Teststrategien.

Folgende Regelungen gelten landesweit (bis einschließlich 28. März 2021):

  • Ansammlungen mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten sind gestattet; Kinder der Haushalte unter 14 Jahren zählen nicht mit. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt.
  • Präsenzunterricht an Grundschulen und den Klassenstufen 5 und 6 ist ab 15.3.2021 wieder möglich
  • Sportunterricht ist aber weiterhin untersagt.
  • Der Betrieb von Sportanlagen und Sportstätten für kontaktarmen Freizeit- und Amateurindividualsport ist für max. 5 Personen aus zwei Haushalten zulässig, im Freien können Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahren Freizeit- und Amateursport ausüben; auf weitläufigen Außenanlagen dürfen mehrere Gruppen unabhängig voneinander Sport ausüben
  • Einzelhandel, Ladengeschäfte und Märkte dürfen bei vorheriger Vereinbarung von Einzelterminen geöffnet werden („click&meet“); dabei darf nicht mehr als eine Kundin/ein Kunde pro 40 m² gleichzeitig anwesend sein
  • Der Buchhandel ist wieder gestattet.
  • Baumärkte können für das volle Sortiment öffnen
  • An Eheschließungen können bis zu 10 Personen teilnehmen (bisher 5 Personen).
  • Archive und Bibliotheken können nach vorheriger Terminbuchung besucht werden
  • Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten können nach vorheriger Terminbuchung besucht werden.

Weitergehende Maßnahmen gelten inzidenzabhängig in den Landkreisen

Auf die Nennung der einzelnen Lockerungen z.B. ab einem Inzidenzwert von 50 wird derzeit noch verzichtet, weil der Inzidenzwert im Landkreis Sigmaringen bei Redaktionsschluss bei knapp 90 lag!

Wir weisen außerdem darauf hin, dass bei einer über mehrere Tage in Folge bestehenden 7-Tage-Inzidenz über 100 die Maßnahmen auch wieder verschärft werden können. Die Feststellung der Überschreitung ist vom zuständigen Gesundheitsamt ortsüblich bekannt zu machen. Unter die möglichen Verschärfungen fallen z.B. ein nächtliches Ausgangsverbot, die Reduktion von Kontaktmöglichkeiten im privaten Bereich, im Sport u.ä.

Ich bitte Sie deshalb herzlich: Gehen Sie mit Ihren Kontakten verantwortungsvoll um. Wir haben es letztendlich in der Hand, wie sich die Zahlen entwickeln und was für Konsequenzen daraus erwachsen. Im Lichte dessen ärgert es mich „granatenmäßig“, wenn ich die Zustände nach dem letzten Wochenende auf dem Spiel- und Grillplatz Storchennest sehe. Es muss dort wohl eine größere Party stattgefunden haben. Nicht nur die Riesensauerei war ärgerlich, sondern auch die Tatsache, dass die Anzahl der Festbesucher in keinem Maße der Coronaverordnung entsprochen hat. Dieses Verhalten führt zu Corona-Hotspots und in letzter Konsequenz dazu, dass wir alle bei erhöhten Infektionen eine Verschärfung hinnehmen müssen. In Zukunft werden wir verstärkt kontrollieren, bitten aber auch die Bevölkerung, bei Auffälligkeiten sofort die Polizei zu verständigen.

Anbei die neueste Fassung der Coronaverordnung.

Bleiben Sie gesund!

Ihr
Jochen Fetzer
Bürgermeister

210307_6.CoronaVO

Ein Dorfputz wäre dringend nötig

Ein Blick in unsere schöne Landschaft macht deutlich, wie wenig sich manche Zeitgenossen um eine geordnete Müllentsorgung Gedanken machen. Achtlos wird Abfall in die Landschaft geworfen – frei nach dem Motto: Irgendeiner wird ihn schon wieder aufräumen. Wenn alle so denken, dann sähe es bei uns bald aus wie auf einer Müllkippe.

Zum Glück gibt es aber auch Menschen, die sich für unsere Umwelt verantwortlich fühlen. Das erleben wir immer wieder bei unseren Dorfputz-Aktionen. Leider kann der dringend notwendige Dorfputz aber wegen der Kontaktbeschränkungen nicht durchgeführt werden. Es dürfen höchstens fünf Personen aus maximal zwei Haushalten zusammenkommen (Kinder der Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen nicht mit).

Deshalb haben wir die Idee, dass jeder, der Interesse hat, sich in seinem eigenen Rahmen am Dorfputz beteiligt. Entweder gezielt oder einfach während eines Spaziergangs, so im Vorbeigehen. Gerne stellen wir Müllsäcke bereit, die Sie während der Öffnungszeiten auf dem Rathaus abholen können. Den Müll können Sie dann auf dem Recyclinghof im Rahmen der Öffnungszeiten abgeben oder – bei schwereren Säcken – einfach stehen lassen, den Standort ans Rathaus durchgeben und wir holen ihn dann ab.

Zum Schluss noch zwei Hinweise zu Vorsichtsmaßnahmen:

  1. Corona hat uns gelehrt, wie schnell man sich was einfängt. Verwenden Sie bitte Handschuhe zum Einsammeln des Mülls.
  2. Bitte nicht zu nahe an die Straßenränder gehen. Ein gebückter Mensch ist für die Autofahrer schwer zu erkennen. Außerdem werden die Straßenränder der übergeordneten Straßen von der Straßenmeisterei gereinigt.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe. So wird unsere Gemeinde wieder ein Stück schöner.

Ihre Gemeindeverwaltung

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 22.02.2021

Umgestaltung alter Friedhof
Die Gemeinde hat im Jahr 2016 das Freiraumkonzept Kirchberg beschlossen. Darin sind verschiedene Baumaßnahmen im Friedhof, im Schulhof und im Bereich um die Kirche enthalten. Einige Bausteine aus dem Konzept, wie z.B. die Baumhain-Grabstätte oder der Schulhof wurden bereits erfolgreich umgesetzt. Im alten Teil des Friedhofes legte man im vergangenen Jahr einen neuen Plattenweg an, um insbesondere gehbehinderten Menschen das Gehen zu erleichtern. Aufgrund des relativ tristen Gesamtbildes des alten Friedhofteils, welches insbesondere durch die großen, unstrukturierten Splittflächen entsteht, führte man im Gemeinderat eine Diskussion über mögliche Maßnahmen zur Aufwertung. Johannes Göpel vom Planungsbüro Freiraumwerkstadt stellte den Gemeinderäten einen Bau- und Grünordnungsplan für den alten Friedhofsteil vor. Darin sind insbesondere Pflanzarbeiten entlang der Mauer zum Schulhof und zum neuen Friedhof sowie im Bereich der Leichenhalle enthalten. Weitere Aufwertungen sind im Bereich des Plattenweges zur Kirche durch neue Staudenbeete und einen Brunnen vorgesehen. Im unteren Bereich des Friedhofs, zum Kirchberg hin, können freiwerdende Grabfelder durch eine Planie harmonischer gestaltet werden. Insgesamt sollen die freien Grabstellen durch eine Eingrünung mit Rasen den Friedhof abwechslungsreicher und grüner machen. Außerdem fehlen noch teilweise Bäume.

Die Gesamtkosten für die Umsetzung dieses Bau- und Grünkonzeptes schätzt der Planer auf rund 140.000 €. Es ist möglich, die einzelnen Arbeiten in mehreren Bauabschnitten umzusetzen. Dann ist die jährliche Belastung nicht so hoch. Im Haushaltsplan 2021 sind für Baumaßnahmen auf dem Friedhof insgesamt 70.000 € eingestellt. Allerdings muss die große Treppe zum Pfarrgemeindehaus dringend saniert werden, da diese nicht mehr sicher begehbar ist. Die Gemeinderäte legten deshalb fest, dass neben der Treppensanierung ein erster Bauabschnitt mit Stauden und Beeten und einer Wasserstelle beim neu angelegten Plattenweg erfolgt.

In einer weiteren Diskussionsrunde ging es um die Frage, ob die Gemeinde über ein Verbot von Nachbelegungen bestehender Wahlgräber zusätzliche Freiräume schafft, um Gestaltungsmöglichkeiten zu haben. Der Vorsitzende zeigte auf, dass in der Friedhofssatzung ein Anspruch auf eine Nachbelegung von Wahlgräbern grundsätzlich nicht besteht. Allerdings heißt es nicht, dass die Gemeinde vollkommene „Narrenfreiheit“ hat, sondern das Ermessen für eine solche Entscheidung fehlerfrei auszuüben hat. Das heißt, wenn es Gründe dafür gibt, dass eine Nachbelegung für eine konkrete Baumaßnahme hinderlich ist, so wäre die Entscheidung einer Gemeinde begründet. Der nun vorliegende Gestaltungsplan ist allerdings nicht ausreichend, da er den Bestand berücksichtigt und in die Baumaßnahme integriert. Des weiteren stellt sich für die Verwaltung die Frage, ob es aus menschlichen Gründen vertretbar ist, Nachbelegungen zu verbieten – insbesondere bei Ehepartnern. In der lebhaft geführten Diskussion wurden beide Aspekte abgewogen, aber noch keine Entscheidung getroffen. Man wird den Punkt in einer späteren Sitzung nochmals aufgreifen.

 

Haushaltsplan 2021 beschlossen
Nach zwei intensiven Beratungsrunden stand die Verabschiedung des rund 480 Seiten umfassenden Planwerks 2021 an. Kernpunkt des Etats ist der Einstieg in den Neubau des Rathauses, welcher in diesem Jahr angegangen werden soll. Das Projekt sowie die Umgestaltung der Bushaltestelle werden die nächsten Jahre bestimmen. Dass die Großbaumaßnahme trotz der schlechten Rahmenbedingungen durch die Coronakrise angegangen werden kann, bezeichnete der Vorsitzende als Lohn für den solide Haushaltspolitik der vorangegangenen Jahre. Man hat stets Investitionen sorgfältig abgewogen und versucht bei den laufenden Kosten, insbesondere den Personalkosten, im Rahmen zu bleiben.

Nach kurzer Aussprache beschloss der Gemeinderat einstimmig den Haushaltsplan 2021 mit Haushaltssatzung und Finanzplan.

Im Blättle sind detaillierte Aufstellungen mit den wichtigsten Daten zum Haushaltsplan enthalten.

Haushalt des Abwasserzweckverbands vorberaten
Aufgrund der anstehenden Sitzung des Abwasserzweckverbandes Donau Lauchert stellte Kämmerer und Verbandsrechner Robert Kromer den Entwurf des Haushaltsplans 2021 vor. In der Kläranlage in Sigmaringendorf werden die Abwässer der Gemeinden Sigmaringendorf, Bingen (ohne Hochberg) und Sigmaringen (ehemalige Graf-Stauffenberg-Kaserne) gereinigt. Der laufende Aufwand des Verbandes beträgt rund 467.000 €, welcher durch die Verbandsgemeinden getragen werden müssen. Bingen hat einen Anteil von 147.000 € zu stemmen. Des weiteren plant der Verband Investitionen in Höhe von 281.500 €, wovon Bingen 80.000 € per Kapitalumlage übernehmen muss.

Nach Durchsicht des Zahlwerks ermächtigte der Gemeinderat die Vertreter der Verbandsversammlung dem Haushaltsplan zuzustimmen.

 

Entwurf Regionalplan Bodensee Oberschwaben
Im Herbst 2019 nahm der Gemeinderat bereits Stellung zur Fortschreibung des Regionalplans Bodensee Oberschwaben. Damals wurden verschiedene Anregungen gegenüber dem Regionalverband formuliert, welche nun in einer zweiten Anhörungsrunde vom Gemeinderat überprüft wurden. Alle Stellungnahmen betrafen die Festsetzungen von regionalen Grünzügen. Regionale Grünzüge sind von der Bebauung frei zu halten, hindern also eine weitere bauliche Entwicklung in diesem Bereich. Dem Ansinnen der Gemeinde östlich und nördlich des Gewerbegebiets Taubenried die Grünzüge zurückzunehmen folgte der Regionalverband, so dass rund 2,5 ha weniger im regionalen Grünzug liegen. Allerdings folgte der Regionalverband nicht dem Wunsch, die gesamte Fläche zwischen dem Gewerbegebiet Taubenried und Hitzkofen aus dem regionalen Grünzug herauszunehmen, weshalb man nochmals nachhaken werde. Der Zurücknahme des Grünzuges im Bereich Rain/Obersee und östlich des Sportzentrums wurde stattgegeben.

Aus der Mitte des Gemeinderats wurde bemerkt, dass die Aussiedlerhöfe auf der Gemarkung allesamt in einem regionalen Grünzug liegen, was bisher nicht der Fall war. Zwar hindere dies die Betriebe nicht an der „normalen“ baulichen Entwicklung einer Hofstelle, jedoch werden bei größeren Projekten die Hürden sicherlich höher. Das Gemeinderatsmitglied bat die Verwaltung, diesen Umstand beim Regionalverband zu monieren. Der Vorsitzende führte aus, dass die Anhörungsfrist für den zweiten Entwurf des Regionalplans am 26.02.2021 abläuft. Aufgrund der Kürze der Zeit kann eine Stellungnahme durch den Gemeinderat nicht mehr erfolgen, da das Thema komplexer ist und einer Vorbereitung bedarf. Der Gemeinderat hätte in diesem Fall abzuwägen zwischen einer Entwicklung der Höfe und möglicher Auswirkung auf die Baulandentwicklung in der Gemeinde. Diese Diskrepanz kann bis zum Ende der Anhörungsfrist nicht mehr erfolgen. Er riet jedoch den Betroffenen, sich einzeln oder als Gemeinschaft an den Regionalverband zu wenden und das Problem anzubringen. Im Anhörungsverfahren sind nämlich nicht nur Kommunen oder andere Behörden, sondern auch Privatpersonen zur Stellungnahme berechtigt.

Wechsel des Schulleiters
Der Vorsitzende gab bekannt, dass Rektor Frank Saur nach den Sommerferien eine andere Stelle antreten wird. Deshalb hat das Staatliche Schulamt Albstadt-Sigmaringen die Schulleitung in unserer Grundschule öffentlich ausgeschrieben. Man müsse nun abwarten, ob Bewerbungen eingehen.