Was ist eigentlich zurzeit los?

Diese Frage stellt man sich schon, wenn man die Meldungen von Sachschäden aus nur einer Woche Revue passieren lässt. Am Hitzkofer Stachus wurde ein Blumenkasten abgeschraubt und mitgenommen. Aus den anderen Kästen wurden Blumen herausgerissen. Diese Kästen werden von Ehrenamtlichen gepflegt und in Ordnung gehalten. Von einem Privatgrundstück in der Nähe wurden vier schwere Pflanzbehälter mit Inhalt gestohlen. Der Täter musste ein Fahrzeug dabeigehabt haben, um die Behälter abzutransportieren. In Bingen wurde die Fensterscheiben der Schule und der Sandbühlhalle beschossen und beschädigt. Entweder mit einem Gewehr oder einer Steinschleuder. Die Scheiben müssen ausgetauscht werden. Erst vor wenigen Wochen wurden die Ablaufrohre an der Sandbühlhalle zusammengeschlagen. Das Regenwasser lief nicht mehr in die Kanalisation ab, sondern in den Turnvereinsraum im Keller: Wasserschaden.

Warum sind private, aber auch insbesondere öffentliche Einrichtungen immer wieder Ziel solcher Attacken? Man kann ob dieser Idiotie nur den Kopf schütteln und hoffen, dass man die Täter ermittelt. Ich bitte die ganze Bevölkerung um Mithilfe. Wenn Sie etwas mitbekommen, was der Aufklärung der Fälle dient, melden Sie sich. Wir dürfen nicht hinnehmen, dass sich ein solches Verhalten bei uns auf dem Dorf durchsetzt.

Jochen Fetzer
Bürgermeister

Magdalena Schneider ist 90

„Zum Fotografieren gehen wir raus in meinen Garten, da bin ich am liebsten“, sagte Magdalena Schneider beim Geburtstagsbesuch von Bürgermeister Fetzer. Noch jeden Tag arbeitet sie draußen und kann sich dabei hervorragend entspannen. Vermutlich ist das ihr Geheimrezept, denn ihre 90 Jahre sieht man der gebürtigen Bingerin nicht an. Mit einer Geburtstagsfeier im Kreise ihrer fünf Kinder, vier Enkelkinder, zwei Urenkel und natürlich ihrem Mann Helmut wurde der runde Geburtstag gebührend gefeiert.

Bürgermeister Jochen Fetzer überbrachte die Glückwünsche des Ministerpräsidenten und der Landrätin sowie ein Präsent der Gemeinde.

Bericht aus der Gemeinderatssitzung am 18.06.2022

Zu Beginn der Sitzung gedachte der Gemeinderat Herrn Hebert Speh, der von 1984 bis 1994 dem Gremium angehörte.

Optik des neuen Rathauses festgelegt
Bereits im Vorfeld der Ausschreibung besichtigte der Gemeinderat verschiedene Objekte, um die Oberflächengestaltung der Holzfassade tendenziell festzulegen. Man war sich einig, das Holz nicht unbehandelt an der Fassade anzubringen, sondern den Vergrauungseffekt mit einer Lasur vorwegzunehmen. Damit wird die unterschiedliche Verwitterung der sägerauen Tannenbretter – je nach Himmelsrichtung, Sonneneinstrahlung und Beregnung – vermieden. Der Anstrich ist grundsätzlich grau, aber mit drei unterschiedlichen Pigmentierungen erhältlich. So ist eine leichte Farbabweichung vom reinen Grau möglich. Zur Sitzung stellte die Zimmerei Riester unterschiedliche Farbmuster zur Verfügung. Der Gemeinderat endschied sich mehrheitlich für den Farbton Quarzgrau. Laut Angaben des österreichischen Herstellers soll der Vorvergrauungsanstrich wartungsfrei sein.

In diesem Zusammenhang berichtete der Vorsitzende von einem Besuch bei der Zimmerei Riester in Leibertingen, an dem auch einige Gemeinderäte teilnahmen. Die Firmeninhaber Wilfried Riester und seine Söhne Alexander und Simon Riester stellten der Binger Delegation die vorgefertigten Bauteile vor. Dach- und Waldelemente liegen bereits fertig verpackt in der Halle des Unternehmens. Unlängst erfolgte die Lieferung der BauBuche, die als neuzeitlicher Baustoff für die Stützenkonstruktion verwendet wird. Nach den Handwerkerferien wird die Lieferung der Brettsperrholzdecken und der Treppenanlage erwartet, so dass bei optimalem Verlauf im Oktober aufgerichtet werden kann. Die Zimmerleute rechnen mit vier bis sechs Wochen für diesen Bauabschnitt. Aufgrund der veränderten Preissituation gegenüber dem Zeitpunkt der Ausschreibung wird beim Holzbau die sogenannte Preisgleitklausel zur Anwendung kommen. Um faire, planbare Bedingungen zu schaffen hatte man sich im letzten Sommer dazu entschieden, bei den Hauptgewerken mit der Preisgleitklausel zu arbeiten. Verteuern oder verbilligen sich die Baustoffe bis zum Zeitpunkt der Verwendung, dann wird der Gesamtpreis angepasst. Aufgrund der Preissteigerungen beim Bauholz wird die Gemeinde gewisse Mehrkosten in Kauf nehmen müssen. Wieviel dies sein wird, ermittelt das Architekturbüro, wenn alle Holzlieferungen erfolgt sind.

Wahlen der Feuerwehrabteilung Bingen bestätigt
Am 10.06.2022 wählte die Feuerwehrabteilung Bingen eine neue Führung. Sowohl Kommandant Michael Arndt als auch einer seiner Stellvertreter, Thomas Bulach, standen nach 10 Jahren nicht mehr zur Wahl. Zum neuen Abteilungskommandanten wurde Manuel Käppeler gewählt. Neuer Stellvertreter ist Enrico Seifert. Der weitere Stellvertreter Günter Springer wurde in seinem Amt bestätigt. Der Gemeinderat stimmte den Wahlen zu. Man freute sich, eine neue Führung für die größte Einsatzabteilung der Gemeinde gefunden zu haben.

Fragen der Einwohner
Hierzu kamen keine Wortmeldungen.

Baugesuche
Einvernehmlich erteilte der Gemeinderat das Einvernehmen zum Umbau eines Wohnhauses am Eichenberg (Hitzkofen).

Versorgungssicherheit der öffentlichen Gebäude in Bingen
Aufgrund der besorgniserregenden Entwicklung am deutschen Erdgasmarkt gab der Vorsitzende einen Überblick über die Wärmequellen unserer öffentlichen Gebäude. Die größten Gebäude (Sandbühlhalle, Kindergarten und Schule) sind an die Hackschnitzelheizung bei der der Sandbühlhalle angeschlossen. Die Versorgung ist über regionale Anbieter gesichert. Die übrigen Gebäude werden unterschiedlich beheizt: Mit Strom (jetziges Rathaus, Feuerwehrhaus Hitzkofen, altes Schulhaus Hochberg), mit Öl (Bauhof, Bürgertreff) oder mit Flüssiggas (Feuerwehrgerätehaus Bingen, Vereinshaus Bingen Mitte, Spitzenlastkessel Hackschnitzelheizung). Gerade die Verwender von Gas als Energiequelle sind stark verunsichert, ob ihre Versorgung in Zukunft überhaupt noch gewährleistet ist. Hier gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Erdgas und Flüssiggas. Die Debatte um russisches Gas bezieht sich auf Erdgas, welches z.B. in Russland unter der Erde vorhanden ist und über Pipelines exportiert wird. Bei Flüssiggas handelt es sich aber nicht um verflüssigtes Erdgas, sondern um ein Produkt, das hauptsächlich in Raffinerien, also bei der Verarbeitung von Rohöl entsteht. Wichtigste Quellen sind deutsche Raffinerien bzw. Bezugsquellen aus der EU, Skandinavien oder USA. Experten gehen davon aus, dass die deutschen Raffinerien den Anteil von russischem Rohöl durch andere Quellen kompensieren werden, so dass auch die deutsche Produktion gesichert bleibt. Trotz der augenblicklich gewährleisteten Versorgungssicherheit geht die Verwaltung von deutlichen steigenden Preisen bei allen Energieträgern aus. Das Ziel wird sein, die bereits seit längerem geführten Verhandlungen zum Aufbau eines hackschnitzel- und sonnenenergiebasierten Wärmenetzes weiterzuführen und die öffentlichen Gebäude daran anzuschließen.

Anfragen

Aus der Mitte des Gemeinderats wurde der Zustand einiger Waldwege bemängelt, die vom Regen sehr stark ausgespült sind.

Des weiteren wurde der Informationsfluss in Sachen Windkraft kritisiert. Der Vorsitzende sagte zu, dies zu verbessern. Außerdem sollte der Genehmigungsprozess nun endlich zu einem positiven Ende gebracht werden, so die Gemeinderäte. Der Vorsitzende machte deutlich, dass der Einfluss als Flächenverpächter nur begrenzt ist, da dieser nicht direkt am Verfahren beteiligt ist. Er hat aber bei Alterric / Enercon angemahnt, künftig besser eingebunden zu werden. Trotz der veränderten Weltlage rechnen die Fachleute nicht mit einer Genehmigung vor 2023.

Windkraft – Fehler im SZ-Bericht

Am vergangenen Montag (11.07.2022) erschien in der Schwäbischen Zeitung (SZ) ein Bericht über den Stand zum Windpark Bingen. Die SZ schrieb, dass die Gemeinde Bingen und das Fürstenhaus Hohenzollern jeweils 50% der Kosten für die Anlagen tragen. Dies ist so nicht richtig. Das Fürstenhaus Hohenzollern und die Gemeinde Bingen verpachten die Waldflächen für je drei Anlagen. Dadurch fließen – sobald der Windpark in Betrieb geht – Einnahmen an die beiden Waldbesitzer. Dass sich die Gemeinde oder eine bürgerschaftlich organisierte Energiegenossenschaft am Windpark beteiligt ist laut Kooperationsvertrag mit Enercon zwar grundsätzlich möglich, aber noch nicht entschieden.

Aushilfen gesucht

Sauber!

 Die Gemeinde Bingen sucht für die Großreinigung in den Gemeindeeinrichtungen

Aushilfen (m/w/d)

als Unterstützung für Reinigungs- oder Hausmeistertätigkeiten während eines ca. 3-wöchigen Zeitraums ab Anfang August 2022. Die Anstellung erfolgt auf Mini-Job Basis (geringfügige oder kurzfristige Beschäftigung)

Wer Interesse an der Übernahme der Tätigkeit hat, sendet bitte bis 15.07.2022 eine kurze Bewerbung an das Rathaus Bingen, Hauptstr. 21, 72511 Bingen oder per Mail an: gemeinde@bingen-hohenzollern.de. Bei Fragen steht Ihnen Herr Igel (Tel. 07571/7407-26) gerne zur Verfügung.