Seniorenfeier am 1. Advent

Alle zwei Jahre veranstaltet die Gemeinde eine große Seniorenfeier in der Sandbühlhalle. Ca. 400 Einladungen an die Einwohner über 70 Jahre wurden verschickt. Rund 170 Senioren nahmen letztendlich an der Veranstaltung teil. Bürgermeister Jochen Fetzer begrüßte besonders den Ehrenbürger von Bingen, Bürgermeister a.D. Paul Mayer und seine Gattin, Pfarrer Ekkehard Baumgartner sowie den amtierenden Vorsitzenden der Rentnervereinigung Julius Winter und dessen Vorgänger Eugen Käppeler. Weiterhin wurden die drei ältesten Mitbürger der Gemeinde mit einem herzlichen Applaus begrüßt. Dies sind Engelbert Wolfsturm (99 Jahre) sowie Karl Fleisch (98 Jahre) und Maria Rebholz (96 Jahre). Den Programmteil eröffnete der Kirchenchor unter der Leitung von Joachim Stopper. Kim Wiehl erfreute die Gäste mit einigen Solostücken. Pfarrer Baumgartner stimmte mit nachdenklichen Worten auf die Weihnachtszeit ein. „Passion of Dance“ hieß der Auftritt des TV Bingen, einem fetzigen Tanz junger Damen unter der Leitung von Alexandra Glaser. In einem bebilderten Jahresrückblick zeigte der Bürgermeister nochmals einige Stationen des zu Ende gehenden Jahres. Spontan wurden zwei Vorträge in das Programm eingebaut. Heidemarie Schneider verlas eine Weihnachtsgeschichte und Martha Rettich trug ein Gedicht über das Leben vor. Besonders beeindruckte hierbei, dass sie dies auswendig aufsagte. Den Abschluss des Nachmittags gestaltete die Musikkapelle Bingen-Hitzkofen unter der Leitung von Jürgen Ott. Der Bürgermeister nutzte den festlichen Rahmen, um Herrn Eugen Käppeler die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg für seine Tätigkeit als Chef der Rentnervereinigung zu verleihen. 14. Jahre lang hatte er dieses Amt inne und sorgte damit dafür, dass es ein Veranstaltungs- und Ausflugsangebot für ältere Menschen in unserer Gemeinde gibt.

Ein großer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern:

  • Dem Gemeinderat für die Bewirtung
  • Der Frauengemeinschaft für den Küchendienst
  • Der Feuerwehr für die Brandwache
  • Dem DRK für den Fahrdienst und die Festbetreuung
  • Der Jugendfeuerwehr für die Mithilfe beim Aufbau
  • Der Gemeindeverwaltung (Aufbau) und dem Hausmeister (Rundum-Service)

Aufruf zur Kandidatur für die Kommunalwahlen 2019

Am 26.05.2019 finden in Baden-Württemberg die Wahlen zum Europäischen Parlament sowie die Kommunalwahlen statt. Bei den Kommunalwahlen werden unter anderem die Mitglieder des Gemeinderates gewählt. In den vergangenen Jahren haben sich viele Bürgerinnen und Bürger auf diese Weise ehrenamtlich in unserer Gemeinde eingebracht. Für die anstehenden Wahlen ist es wichtig, dass sich wieder möglichst viele Menschen bereit erklären, in der Gemeinde Mitverantwortung für das örtliche Gemeinwesen zu übernehmen.

Der Gemeinderat, als Vertretung der Einwohner, wird für 5 Jahre gewählt. Wer von den aktuellen Gemeinderäten wieder kandidiert und wer nicht mehr zu Wahl antritt, steht noch nicht ganz genau fest. Es zeichnet sich jedoch ab, dass sich nicht mehr alle Gemeinderäte erneut zur Wahl stellen.

Ich möchte alle Bürgerinnen und Bürger aufrufen, Mitverantwortung für die Gemeinde zu übernehmen und sich bereitzuerklären, zu kandidieren, um in den kommenden Jahren, stellvertretend für die Bevölkerung, die wichtigsten Entscheidungen für die Gemeinde zu treffen. Die Diskussion um die Abschaffung und Wiedereinführung der unechten Teilortswahl im Frühjahr dieses Jahres hat gezeigt, dass es viele kommunalpolitisch Interessierte in unserer Gemeinde gibt. Durch ihre Initiative ist die unechte Teilortswahl beibehalten worden. Da damit alle Teilorte weiterhin durch einen oder mehrere Vertreter im Gemeinderat repräsentiert sein werden, sind grundsätzlich mehr Kandidaten nötig als beim Wahlsystem ohne unechte Teilortswahl. Ich möchte deshalb all denjenigen, die sich durch ihre Unterschrift aktiv am Zustandekommen des Einwohnerantrags beteiligt haben besonders ans Herz legen, über eine Kandidatur nachzudenken.

Fragen zu den Kommunalwahlen und zu einer eventuellen Kandidatur beantworten wir Ihnen gerne.

Ihr
Jochen Fetzer
Bürgermeister

Aus der Gemeinderatssitzung am 26.11.2018

Erlös aus dem Gemeindewald sinkt deutlich
Zur sogenannten „Waldsitzung“ begrüßte der Vorsitzende den Betriebsleiter Jörg Scham sowie die Förster Günther Letsch und Lorenz Maichle. Bevor die Zahlen der Gemeinde Bingen präsentiert wurden, beleuchtete Herr Scham die allgemeine Situation im Wald. Maßgeblicher Faktor für die derzeitige Erlössituation ist das trockene Jahr 2018. Durch die geringen Niederschläge und die warmen Temperaturen wurden die Bäume nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgt. Insbesondere die Fichte mit ihren flachen Wurzeln war nicht mehr in der Lage, Wasser aus tieferen Erdschichten anzuzapfen. Während in normalen Jahren das Baumharz ein natürlicher Verhinderungsmechanismus gegen das Eindringen von Borkenkäfern ist, fehlt jetzt diese entscheidende Waffe. Borkenkäfer konnten ungehindert unter der Rinde nisten, brüten, ausfliegen und die nächsten Bäume befallen. Die Forstfachleute rechnen damit, dass die Käferproblematik im nächsten Jahr weitergeht, sofern nicht ein überdurchschnittlich nasses Frühjahr die Situation wieder entspannen würde. Der Gemeindewald Bingen war in den letzten Jahren von Borkenkäfern eher verschont. Doch die Anteile dieser sogenannten zufälligen Nutzung (dazu zählen auch Sturm – oder Schneebruchschäden) schnellen im Jahr 2018 auf knapp 20 % nach oben. Mit der Käferproblematik geht ein sinkender Holzpreis einher. Während in den letzten Jahren beim Fichte-Leitsortiment bis zu 100 € je Festmeter erzielt werden konnte, liegt dieses aktuell bei knapp über 80 € – das Käferholz selbst sogar nur bei 65 € je Festmeter.

Aufgrund dieser Erlössituation wird der festgesetzte Hiebsatz von 10.000 Festmetern im Jahr 2019 nicht angestrebt – geplant sind 9.000 Festmeter. Dabei wird mehr als die Hälfte an Laubholz geerntet, welches von der Borkenkäferproblematik nicht betroffen ist. Der Einschlag des Nadelholzes wird sich schwerpunktmäßig auf Käferholz und auf nachgefragte Schnittholzsortimente sowie Papierholz konzentrieren. Damit wird die Erlössituation im kommenden Jahr durch den geringeren Einschlag, die niedrigeren Preise sowie einige gestiegene Kosten geprägt. Man geht davon aus, dass zusätzliche Ausgaben durch das Entrinden des Holzes in Folge der Käferproblematik sowie verstärkte Jungbestandspflegen anfallen. Des Weiteren ist für die Betriebsinventur ein Betrag von 5.100 € festgesetzt. Durch die Einführung der doppischen Buchführung sind zukünftig Abschreibungen darzustellen; dies belastet den Waldhaushalt mit 6.500 €. Unter dem Strich rechnet man mit einem Betriebsergebnis von 89.000 €. Der Vollzug des Jahres 2017, welcher ebenfalls dargestellt wurde, schließt mit einem Überschuss von 160.000 € (Plan: 180.000 €) ab. Für das Jahr 2018 rechnen die Förster mit einem Betrag von leicht über 100.000 €, wobei 176.000 € geplant waren. Nach ausführlicher Diskussion wurde der Forstwirtschaftsplan 2019 mehrheitlich beschlossen.

Brennholzpreis steigt
Der derzeitige Brennholzpreis von 60 € je Festmeter gilt bereits seit 7 Jahren. Die Verwaltung sah es als gerechtfertigt an, über eine Erhöhung zu diskutieren, weil einerseits die Aufarbeitungskosten zwischenzeitlich gestiegen sind und andererseits die Umlandgemeinden einen Vorstoß auf 62 € je Festmeter gemacht haben. Die vorgeschlagene Erhöhung würde sich bei einer Verkaufsmenge von 2.000 bis 3.000 Festmetern mit Mehreinnahmen von rund 4.000 bis 6.000 € bemerkbar machen.

Es entstand eine lebhafte Diskussion, in der unter anderem angeführt wurde, dass die letzte Erhöhung mit 10 € je Festmetern sehr hoch ausgefallen ist und man deshalb den Holzpreis für Einheimische belassen sollte. Dem wurde entgegnet, dass die Aufarbeitungskosten wie Löhne, Maschinen etc. in den letzten 7 Jahren deutlich stärker gestiegen sind als die vorgeschlagene Preiserhöhung. Letztendlich wurde dem Verwaltungsvorschlag mit 8 zu 4 Stimmen zugestimmt. Demnach kostet das Brennholz ab sofort 62 € je Festmeter, wobei – wie bisher – die Mehrwertsteuer bei Auswärtigen und gewerblichen Aufkäufern noch hinzukommt. Ein entsprechender Antrag, den Brennholzpreis für Einheimische zu belassen und für Auswärtige und gewerbliche Anbieter auf 65 € zu erhöhen, bekam keine Mehrheit.

Hinweis an alle Brennholz-Besteller:
Bei der Brennholzbestellung wiesen wir darauf hin, dass der bisherige Preis noch unter dem Vorbehalt einer Erhöhung steht. Wer eine Brennholzbestellung abgegeben hat und mit der Preisänderung nicht einverstanden ist, muss sich bis zum 07.12.2018 bei der Gemeindeverwaltung melden und von der Bestellung zurücktreten. Ansonsten kommt der Kaufvertrag zustande und die Bestellung wird ausgeführt.

 

Forsteinrichtung wird vorgezogen
Nach den Vorschriften des Waldgesetzes haben die Kommunen alle 10 Jahre eine periodische Betriebsplanung zu erstellen um den Einschlag für die nächste Dekade zu steuern. In der Regel wird ein Jahr vorher eine Waldinventur durchgeführt, um die periodische Betriebsplanung auf gesicherte Erkenntnisse zu stützen. Im Gemeindewald Bingen würde die Forsteinrichtung eigentlich erst im Jahr 2021 anstehen. Aufgrund der Forstreform und der Trennung von Staats- und Kommunalwald sind die Kapazitäten beim Land, welche die Forsteinrichtung vornehmen wird, für das 2021 erschöpft. Die untere Forstbehörde beim Landratsamt Sigmaringen empfiehlt deshalb dringend, Forsteinrichtung und damit Betriebsinventur um ein Jahr vorzuziehen. Im Gemeinderat war man sich einig, dass eine frühere Neuausrichtung sinnvoll ist, um sich an die klimatischen Veränderungen anpassen zu können und den derzeitigen Hiebsatz von 10.000 Festmeter zu überprüfen. In diesem Zusammenhang wies Herr Scham darauf hin, dass sich die Gemeinderäte intensiv Gedanken über die waldbaulichen Ziele der Zukunft machen muss; hierüber wird dann im Jahr 2019 eingehend diskutiert.

Abschließend dankte der Vorsitzende den Forstfachleuten für die umfassenden Erläuterungen und die gute Zusammenarbeit während des Jahres. In seinen Dank schloss er auch ausdrücklich die vier Forstwirte der Gemeinde ein, die Tag für Tag Knochenarbeit im Wald verrichten.

Zusätzliche Überdachung am Bauhof
Ursprünglich plante die Gemeinde, das Dach am Mosteltalschuppen in Hitzkofen zu erneuern. Die voraussichtlichen Kosten betragen 24.000 €. Aus der Mitte des Gemeinderats wurde angeregt, den Mosteltalschuppen aufzugeben und die dort gelagerten Gegenstände auf dem Bauhofgelände unterzubringen. Hierfür müsste eine neue Überdachung erstellt werden. Die Planung einer knapp 100 m² großen Überdachung ergab, dass die Kosten des Neubaus unter dem Ansatz der Dacherneuerung am Mosteltalschuppen liegt. Außerdem wäre man dann in der Lage, den Mosteltalschuppen für private Zwecke zu verkaufen. Die Gemeinderäte sprachen sich für das Konzept aus und billigten einstimmig das Baugesuch. Über die Bedingungen zum Verkauf des Mosteltalschuppens wird erst nach dem Neubau im Bauhofgelände entschieden.

Deckreisig

Im Gemeindewald Bingen kann an liegenden Fichten und Tannen Deckreisig geschnitten werden. Die Bäume wurden in Hitzkofen Abteilung Reinhalde und Unterer Brentenhau umgesägt.

 Deckreisig Gde Bingen 2018

Funkkturm-Anbindung Hitzkofen

Das Planungsbüro IBZ Neubauer, welches im Auftrag der Firma Gasline eine Glasfaseranbindung zum Mobilfunkturm am Wasserbehälter Ebnerberg plant teilt folgendes mit:

Ab der 48. KW 2018 beginnt die tiefbautechnische Realisierung der neuen Glasfaser-Anbindung des Funkstandortes auf dem „Ebnerberg“ mit dem Ziel der Verbesserung des Mobilfunknetzes im Rahmen des Breitbandausbaus.

Die Anbindung erfolgt ausgehend von der bestehenden Glasfaser-Trasse entlang der Wilflinger Str. über die Heudorfer Str. und den Frauenstein bevor sie in südliche Richtung über die Schützenstraße in den Waldwirtschaftsweg übergeht und bis zum bestehenden Funkpunkt verläuft. Um befestigte Oberflächen weitestgehend unberührt zu lassen sowie verkehrstechnische Einschränkungen so gering wie möglich zu halten erfolgt die Trassenverlegung unter anderem im horizontalgesteuerten Spühlbohrverfahren (HDD).  Bei Einsatz des Horizontal – Directional – Drilling – Verfahrens sind kleine Start- und Zielgruben in Abständen von maximal 180m erforderlich, welche etwa 1,00 m lang und 1,50 m tief sind.

Der Startpunkt der Baumaßnahme ist zunächst im Waldgebiet entlang der Zuwegung zum Funkmast bis zum Übergang in die Schützenstraße geplant. Die gesamte Maßnahme soll vorrausichtlich bis Ende des IV. Quartals diesen Jahres abgeschlossen werden.

Hugo Brunner ist 90

Mit Hugo Brunner feierte ein echtes Hitzkofer Urgestein seinen 90. Geburtstag. Viele Gratulanten besuchten den überaus rüstigen Jubilar, um mit ihm auf seinen runden Geburtstag anzustoßen. Bereits als Jugendlicher musste Herr Brunner in den Zweiten Weltkrieg ziehen und lernte nach der Gefangenschaft Zimmermann im Familienbetrieb. Später wechselte er zur Firma Zollern, wo er sich vom einfachen Gießer zum Gruppenleiter hocharbeitete. Zum Geburtstag gratulierten insbesondere seine beiden Kindern mit Partnern, drei Enkel und ein Urenkel. „Ich fühle mich körperlich noch sehr wohl und genieße es, meine Stammtischler beim wöchentlichen Einkehren zu treffen“, so der 90-Jährige.

Bürgermeister Jochen Fetzer überbrachte die Glückwünsche des Ministerpräsidenten, der Landrätin und der Gemeinde, verbunden mit einem Präsent.