Impfzentrum Hohentengen: Hinweise zur Umbuchung von Astra Zeneca auf BionTech

Das Landratsamt Sigmaringen informiert über die Umbuchung von Astra Zeneca auf BionTech wie folgt:

Terminbuchung bis 1. April:
Das Kreisimpfzentrum Hohentengen weist darauf hin, dass Personen, die bis 1. April einen Termin für eine Impfung mit Astra Zeneca gebucht haben und sich nun nicht mit Astra Zeneca impfen lassen wollen, zwei Optionen haben, einen Termin für eine Impfung mit BionTech zu vereinbaren:

  1. Sie sagen unter 116 117 oder impfterminservice.de den Astra Zeneca Termin ab und buchen sich selbst einen neuen Termin für eine BionTech Impfung
  2. Sie tun nichts und kommen nicht zum Termin. Sie werden dann automatisch auf eine Warteliste genommen und werden vom Impfzentrum per Mail oder Telefon kontaktiert, sobald eine Terminvereinbarung für eine Impfung mit BionTech möglich ist. Da aktuell aber immer noch zu wenig BionTech-Impfstoff zur Verfügung steht und die Liefermengen ab Mai noch nicht feststehen, kann dies noch einige Zeit dauern.

Wichtig: Vor Ort können leider keine Termine oder eine sofortige Impfung mit BionTech angeboten werden, so dass diejenigen, die sich nicht mit Astra Zeneca impfen lassen möchten, nicht nach Hohentengen zu kommen brauchen.
Auf die Warteliste können allerdings nur Personen genommen werden, die vor der Empfehlung, den Astra Zeneca Impfstoff nur noch für über 60 jährige zu verwenden, eine Impfung mit Astra Zeneca gebucht hatten.

Wer einen Termin für Astra Zeneca vereinbart hat und sich weiterhin mit Astra Zeneca impfen lassen möchte, kann den Termin gerne wahrnehmen.

Terminbuchung ab 2. April:
Für alle, die ab 2. April bewusst einen Termin für Astra Zeneca gebucht haben, ist eine Umbuchung auf den BionTech Impfstoff nicht möglich. Sie können nicht auf die Warteliste genommen werden. So sehen es die Regelarien des Landes Baden-Württemberg für die Terminvergabe vor.

Für Fragen (nicht für die Impf-Terminverlegung) steht die Corona-Hotline des Kreises zur Verfügung 07571 102 6466

Corona-Pandemie – Bürgertest

Es ist möglich, dass sich jeder Einwohner der Gemeinde Bingen einmal pro Woche kostenlos einem Schnelltest auf das Coronavirus unterzieht. Hierzu haben wir uns der Teststrategie der Stadt Sigmaringen angeschlossen.

In Sigmaringen sind zwei Teststellen eingerichtet:

1. Beim Feuerwehrgerätehaus („In den Burgwiesen 24“)
Die Firma Erste Hilfe Wolf betreibt die Schnellteststelle am Standort „In den Burgwiesen 24“ in Sigmaringen auf dem Platz zwischen Feuerwehrhaus und TÜV Service-Center.

Öffnungszeiten:
Montag           08.00 – 10.00 Uhr und 16.00 – 19.00 Uhr
Dienstag         16.00 – 19.00 Uhr
Mittwoch         08.00 – 10.00 Uhr und 16.00 – 19.00 Uhr
Donnerstag    16.00 – 19.00 Uhr
Freitag            16.00 – 19.00 Uhr
Samstag         09.00 – 13.00 Uhr
Sonntag         08.00 – 11.30 Uhr (neu!)

Bitte drucken Sie nachstehende Formulare aus, füllen die persönliche Angaben aus und bringen sie, zusammen mit Ihrem Personalausweis, zur Testung mit.
Achtung: Für die Teststelle Zeppelinstraße gibt andere Formulare.

  Berechtigung_ab15.03.21
  Abnahmeprotokoll
  Befund

2. Parkplatz ehem. Vögele („Zeppelinstraße 2-8“)
Der DRK Kreisverband die Schnellteststelle am Standort „Zeppelinstraße 2-8“ auf dem Parkplatz des ehemaligen Modehauses Vögele in Sigmaringen.

Öffnungszeiten
Montag            18.00 – 20.00 Uhr
Donnerstag     18.00 – 20.00 Uhr

Bitte drucken Sie nachstehende Formulare aus, füllen die persönliche Angaben aus und bringen sie, zusammen mit Ihrem Personalausweis, zur Testung mit.
Achtung: Für die Teststelle Burgwiesen gibt andere Formulare.

Formulare des DRK: www.drk-sigmaringen.de/corona-testzentrum/spalte-1/corona-testzentrum/kommunale-testzentren.html
und zusätzlich   Berechtigung_ab15.03.21

 

Corona-Pandemie – Verschärfung der Maßnahmen durch den Landkreis Sigmaringen (Ausgangsbeschränkung ab 01.04.2021)

Der Landkreis Sigmaringen hat aufgrund der kontinuierlich steigenden Anzahl an Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Tagen drei Allgemeinverfügungen zur Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Virusverbreitung erlassen. Nachfolgend ist der Inhalt des hierzu ergangenen Hinweisschreibens des Landkreises wiedergegeben:

Bitte beachten: 

Ab Donnerstag, 1. April gilt:

1. Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr
2. Sperrung von öffentlichen Spielplätzen, Bolzplätzen und Grillstellen
3. Beschränkungen von religiösen Veranstaltungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Corona Virus breitet sich im Landkreis Sigmaringen immer stärker aus. Daher gilt ab Donnerstag, 01. April
1. eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. Das Haus darf nur noch aus triftigem Grund (u.a. Arbeit, Arztbesuch, Notfälle) verlassen werden
2.
alle öffentlichen Spielplätze, Bolzplätze und Grillstellen dürfen nicht mehr betreten werden
3.
bei religiösen Veranstaltungen müssen pro Besucher 10 Quadratmeter Fläche im Veranstaltungsraum zur Verfügung stehen.

Mittlerweile stecken sich die Menschen in allen Lebenssituationen an. Wir bitten Sie, Ihre sozialen Kontakte zu reduzieren, streng auf die AHA-Regeln zu achten und die harten, aber doch notwendigen Regelungen zu beachten.

Mehr Informationen finden Sie auf www.landkreis-sigmaringen.de. Bei Fragen hilft auch unsere Corona-Hotline unter 07571 102 6466 gerne weiter.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Solidarität,

Ihr Landkreis Sigmaringen

Die aktuellen Allgemeinverfügungen des Landkreises stehen nachfolgend zum Download bereit:
Allgemeinverfügung zur Festsetzung einer nächtlichen Ausgangssperre
AV_Schliessung_Spiel-_Bolz-_Grillplaetze
AV_Beschraenkung_Religions-_Glaubens_und_Weltanschauungsgemeinschaften

 

Öffentliche Bekanntmachung – Aufstellungsbeschluss und öffentliche Auslegung des Vorentwurfs Bebauungsplan „PV-Freiflächenanlage Hornstein“

Öffentliche Bekanntmachung

Aufstellungsbeschluss und öffentliche Auslegung des Vorentwurfs

Bebauungsplan „PV-Freiflächenanlage Hornstein“ der Gemeinde Bingen, Gemarkungen Hornstein und Bingen (Flurstücks-Nrn. 1428, 1429 und 1406/1 vollständig, 292 teilweise) gemäß § 2 Abs. 1 BauGB  

  • Bekanntmachung des Aufstellungsbeschlusses gemäß § 2 Abs. 1 BauGB
  • Bekanntmachung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB i.V.m. § 4 Abs. 1 BauGB

Der Gemeinderat der Gemeinde Bingen hat am 22.03.2021 in öffentlicher Sitzung aufgrund von § 2 Abs. 1 BauGB für den in der Planzeichnung dargestellten Bereich die Aufstellung des Bebauungsplanes „PV-Freiflächenanlage Hornstein“ für die Gemarkungen Hornstein und Bingen in der Gemeinde Bingen beschlossen.

Dieser Aufstellungsbeschluss wird gemäß § 2 Abs. 1 BauGB am 01.04.2021 im Amtsblatt und auf der Homepage der Gemeinde Bingen bekannt gemacht.

Nach § 3 Abs. 1 BauGB ist die Öffentlichkeit möglichst frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung, sich wesentlich unterscheidende Lösungen, die für die Neugestaltung oder Entwicklung eines Gebiets in Betracht kommen sowie die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung, öffentlich zu unterrichten.

Die frühzeitige Beteiligung nach § 3 Abs. 1 BauGB wird hiermit ebenfalls im Amtsblatt und auf der Homepage der Gemeinde Bingen bekannt gemacht und findet im Zeitraum vom 12.04.2021 bis zum 17.05.2021 statt.

Geltungsbereich:
Der Geltungsbereich befindet sich innerhalb der Gemeinde Bingen in den Gemarkungen Hornstein und Bingen, nordwestlich der Siedlungskörper Bingen und Hornstein. Die Fläche wird aktuell ackerbaulich genutzt. Er umfasst eine Fläche von insgesamt ca. 6 ha.

Der räumliche Geltungsbereich besteht aus zwei Teilflächen:

Die nördliche Teilfläche 1 umfasst in der Gemarkung Bingen die Flurstücks-Nrn. 1428 und 1429 vollständig und wird folgendermaßen begrenzt:

– Im Norden durch das Flurstück Nr. 1451/1, Gemarkung Bingen
– Im Osten durch das Flurstück Nr. 1451/3, Gemarkung Bingen
– Im Süden durch das Flurstück Nr. 1418, Gemarkung Bingen
– Im Westen durch das Flurstück Nr. 1451/4, Gemarkung Bingen

Die südliche Teilfläche 2 umfasst in der Gemarkung Bingen das Flurstück Nr. 1406/1 (vollständig) sowie in der Gemarkung Hornstein das Flurstück Nr. 292 (teilweise) und wird folgendermaßen begrenzt:

– Im Norden durch das Flurstück Nr. 1405/4, Gemarkung Bingen
– Im Osten durch die Flurstücks-Nrn. 1401/9, 1405/4, Gemarkung Bingen und 324/1, Gemarkung Hornstein
– Im Süden durch das Flurstück Nr. 283, Gemarkung Hornstein
– Im Westen durch die Flurstücks-Nrn. 1402, 1403/3 und 1401/8, Gemarkung Bingen, und Nrn. 292 und 294, Gemarkung Hornstein.

Ziele und Zwecke der Planung:
Auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2021, das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 21.12.2020 (BGBl. l S. 3138) geändert wurde, und im Zuge der Energiewende, beabsichtigt die Firma EnBW Solar GmbH in der Gemeinde Bingen, Landkreis Sigmaringen eine Photovoltaik-Freiflächenanlage zu errichten. Die Gemeinde Bingen liegt gemäß der Richtlinie des Rates vom 14. Juli 1986 im Sinne der Richtlinie 75/268/EWG in einem landwirtschaftlich benachteiligten Gebiet.

Dazu ist die Aufstellung des Bebauungsplanes „PV-Freiflächenanlage Hornstein“ erforderlich. Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes wird nach § 11 Abs. 2 BauNVO als sonstiges Sondergebiet (SO) mit der Zweckbestimmung „Photovoltaik“ ausgewiesen. Die Fläche umfasst ca. 6 ha. Der Bebauungsplan enthält rechtsverbindliche Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung.

Flächennutzungsplan:
Im derzeit rechtkräftigen Flächennutzungsplan des Gemeindeverwaltungsverbands Sigmaringen von 2005 wird die Fläche als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen. Dies entspricht nicht der geplanten Nutzung und somit ist der Flächennutzungsplan in einem Parallelverfahren nach § 8 Abs. 3 BauGB zu ändern.

Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung:
Der Öffentlichkeit wird Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.

Aus diesem Grund wird den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit gegeben, während dem Zeitraum vom 12.04.2021 bis zum 17.05.2021, Stellungnahmen schriftlich oder per E-Mail an gemeinde@bingen-hohenzollern.de einzureichen. Zudem besteht während diesem Zeitraum für die Öffentlichkeit die Möglichkeit der Einsichtnahme in die Planunterlagen nach vorheriger Terminabstimmung im Rathaus Bingen, Hauptstraße 21, 72511 Bingen, Zimmer Nr. 6.

Die bisher vorliegenden Planungsentwurfsunterlagen zu dieser Bebauungsplanaufstellung sind unter folgendem Link abrufbar:

http://pv-freiflaechenanlage-hornstein.gutschker-dongus.de

Die betroffenen Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange werden parallel zur Öffentlichkeit beteiligt.

Es wird darauf hingewiesen, dass ein Planungsbüro (gutschker & dongus GmbH) mit der Durchführung des Verfahrens gem. § 4b BauGB beauftragt worden ist.

Plangebietsabgrenzung für den Bebauungsplan „PV-Freiflächenanlage Hornstein“, Gemeinde Bingen, Gemarkungen Hornstein und Bingen (ohne Maßstab).

Die Lage der Abgrenzung hat keine Rechtsverbindlichkeit und kennzeichnet nur die Lage des Planungsbereiches.

 

Übersichtsplan zur Lage der Planung, Gemeinde Bingen, Gemarkungen Hornstein und Bingen (ohne Maßstab).

Die Lage der Abgrenzung hat keine Rechtsverbindlichkeit und kennzeichnet nur die Lage des Planungsbereiches.

 

 

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 22.03.2021

Bebauungsplan für Freiflächenphotovoltaik kommt
Der Gemeindeverwaltungsverband Sigmaringen hat in den vergangenen zwei Jahren für seine Mitgliedskommunen einen Potentialplan für Freiflächenphotovoltaikanlagen erstellt. Durch diesen Plan ist es möglich, die zahlreichen Anfragen nach der Erstellung solcher Anlagen auf bestimmte Flächen zu fokussieren. Zwischenzeitlich hat sich die EnBW mit verschiedenen Eigentümern im Gewann Längenfeld darauf geeinigt, ihre Flächen für die Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage zu verpachten. Planungsrechtliche Grundlage muss ein Bebauungsplan sein, da der Bau von Freiflächenphotovoltaikanlagen – im Gegensatz zu Windkraftanlagen – nicht privilegiert ist.

Die EnBW hat mit der Gemeinde vereinbart, sämtliche Arbeiten und damit auch die Kosten des Bebauungsplans zu tragen (siehe auch nächster Tagesordnungspunkt). Für die Erstellung des Bebauungsplans beauftragte die EnBW das Büro Gutschker & Dongus. Martin Müller vom Planungsbüro stellte den Gemeinderäten den Entwurf des Bebauungsplans vor. Auf zwei Flächen mit insgesamt rund 6 ha soll die Anlage zur Stromproduktion erstellt werden. Durch aufgeständerte Modulflächen, die maximal 3,50 m hoch sind und rund 3 ha überdecken, wird das Sonnenlicht eingefangen. Der Anschlusswert liegt bei rund 2,9 MWp, so dass voraussichtlich rund 3,3 Mio. kWh Strom pro Jahr erzeugt werden können. Die beiden Teilflächen werden eingezäunt.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, das Bebauungsplanverfahren einzuleiten und gleichzeitig beim Gemeindeverwaltungsverband die Änderung des Flächennutzungsplans zu beantragen.

Interessant war außerdem die Idee einer Bürgerbeteiligung, welche Nils Ulbrich von der EnBW im Rahmen des Gesamtprojekts vorstellte. Die EnBW kann sich gut vorstellen, einen Teil der Investition über Einlagen durch die Bürgerinnen und Bürger zu tätigen. Die zu erwartende Rendite liegt deutlich über den derzeitigen Konditionen bei den Banken.


Städtebaulicher Vertrag für PV-Anlage abgeschlossen
Um den finanziellen und verwaltungstechnischen Ablauf des Bebauungsplanverfahrens zu regeln möchte die Gemeinde einen städtebaulichen Vertrag mit der EnBW abschließen. Darin ist unter anderem vorgesehen, dass die EnBW sämtliche externen Kosten des Verfahrens sowie den naturschutzrechtlichen Ausgleich und die Erschließung übernimmt. Die Gemeinde hingegen bleibt Herr des Bebauungsplanverfahrens und hat keinerlei Verpflichtungen, einen Bebauungsplan „zu liefern“. Des weiteren hat – neben den Verpächtern – auch die Gemeinde einen Anspruch auf den vollständigen Rückbau der Anlage nach deren Außerbetriebnahme.

Grundsätzlich stimmte der Gemeinderat dem Vertragsentwurf zu. Allerdings müssen noch zwei Änderungswünsche durch die EnBW geprüft werden, so dass der endgültige Beschluss erst in einer späteren Sitzung erfolgen kann.


Wärmenetz – Wegenutzung geregelt
Nachdem sich mehr als 500 Interessenten für ein Wärmenetz gemeldet haben, geht die Firma Solarcomplex nun in die Feinplanung. Ziel ist es, bis im Herbst 2021 ein konkretes Preismodell zu präsentieren, um dann die verbindlichen Lieferungsverträge mit den einzelnen Haushalten abschließen zu können. Ein wichtiger Bestandteil der Preiskalkulation sind die Bedingungen für die Leitungsverlegung, welche in einem Wegenutzungsvertrag mit der Gemeinde geregelt werden. Darin geht es im wesentlichen darum, dass die Betreibergesellschaft die Wärmeleitungen in den Grundstücken der Gemeinde verlegen darf und wie das Prozedere, z.B. bei Straßenaufbrüchen, Leitungsänderung etc. ist. Für dieses Recht erhält die Gemeinde ein Entgelt, welches in vorliegenden Vertrag auf 2% des Arbeitspreises für die Wärmelieferung fixiert wurde. Der Vorsitzende erläuterte die wesentlichen Grundsätze des Vertragswerks. Aus der Mitte des Gemeinderats wurden einige Änderungswünsche formuliert, die mit Jörg Dürr-Pucher von der Firma Solarcomplex erörtert wurden. Letztendlich verabschiedete der Gemeinderat den Vertragsentwurf einvernehmlich.

Die Gemeindeordnung sieht vor, dass ein solcher Wegenutzungsvertrages zunächst durch einen Gutachter zu prüfen ist, damit die Gemeinde keine Nachteile erleidet. Erst dann kann ein abschließender Beschluss des Gemeinderats erfolgen. Anschließend ist der Vertrag der Rechtsaufsichtsbehörde (Landratsamt) vorzulegen. Als Gutachter bestimmte der Gemeinderat die Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg.


Betreuungsbeiträge für zweiten Lockdown
Aufgrund der zweimonatigen Schließung des Kinderhauses und der Grundschulbetreuung von Mitte Dezember bis Ende Februar hatte der Gemeinderat zu entscheiden, wie mit den Monatsbeiträgen verfahren wird. Bereits beim ersten Lockdown vor einem Jahr war ein entsprechender Beschluss notwendig. Allerdings gab es damals verschiedene Stufen der Öffnung, was eine differenziertere Betrachtungsweise notwendig machte. Beim zweiten Lockdown hingegen war von Anfang an eine Notbetreuung mit relativ geringen Anforderungen vorgesehen. Im Kinderhaus nutzte beispielsweise im Januar bereits 40% der Elternschaft die Notbetreuung, während die übrigen Kinder zuhause blieben. Bei den Eltern, die ihre Kinder in die Notbetreuung brachten, gab es allerdings ein wichtiges Unterscheidungskriterium: Ein Teil der Kinder kam nur sporadisch, ein anderer Teil regelmäßig zu Betreuung.

Auf der Grundlage dieser Information legte der Gemeinderat fest, dass diejenigen Kinder, die mehr als 50% der angebotenen Betreuungstage genutzt haben, den vollen Beitrag zu bezahlen haben. Die anderen Kinder zahlen den halben Monatsbeitrag. Eltern, die ihre Kinder komplett zuhause betreut haben, wird der Beitrag vollständig erlassen.

Das Land Baden-Württemberg will 80% der ausgefallenen Beiträge übernehmen. Zum jetzigen Zeitpunkt steht allerdings ein genauer Betrag für die Gemeinde Bingen noch nicht fest.


Gemeinde beteiligt sich an Radwegezertifizierung
Durch die Gemeinde verläuft ein Landesfernradweg, welcher mit der Bodenmarkierung „RadNETZ“ gekennzeichnet ist. Nun ist beim Land die Idee aufgekommen, einen Teil dieser Radwege touristisch aufzuwerten und vom ADFC zertifizieren zu lassen. Die Betreuung und Vermarktung der zertifizierten Wege soll eine externe Einrichtung vornehmen – für unseren Teil ist der Schwäbische Alb Tourismusverband (SAT) vorgesehen. Am Mehraufwand sollen sich die Gemeinden an der Radstrecke beteiligen. Für Bingen würde sich dies mit rund 1.000 EUR pro Jahr auswirken.

Über den Mehrwert einer solchen Einrichtung für unsere Betriebe (z.B. Bäckerei, Laden, Getränkemarkt, Ferienwohnungen) wurde ausführlich diskutiert. Letztendlich sprach sich die Mehrheit des Gremiums dafür aus, sich diesem Gemeinschaftsprojekt anzuschließen, aber nach der Projektlaufzeit bis 2024 erneut zu prüfen, ob man dabei bleibt.


Baugesuch
Der Gemeinderat erteilte das Einvernehmen zum Umbau eines Wohnhauses in der Hornsteiner Straße in Bingen.

Corona – Landkreis zieht die Notbremse

Pressemitteilung des Landratsamts Sigmaringen vom 18.03.2021                         

Inzidenz steigt stark – Corona-Notbremse ab Samstag

Ab kommenden Samstag, 20.03.2021, wird die sogenannte Corona-Notbremse im Landkreis Sigmaringen greifen. Erst am vergangenen Montag hatte der Landkreis in enger Abstimmung mit dem Sozialministerium entschieden, dass die strengeren Maßnahmen noch nicht notwendig sind. Nachdem die Inzidenz jedoch weiter gestiegen ist und das Infektionsgeschehen mittlerweile leider als sehr diffus eingestuft werden muss, sieht der Landkreis es als unumgänglich an, die Notbremse zu aktivieren. Damit werden ab Samstag fast alle Lockerungen, die zum 8. März in Kraft getreten sind, wieder zurückgenommen.

„Wir wissen, dass die Rücknahme der Lockerungen viele Einzelhändler, Dienstleister, Familien und Vereine hart trifft. Doch der Trend der letzten Tage ist klar: Das Virus verbreitet sich immer stärker, von Entspannung keine Spur. Uns bleibt keine andere Wahl, als die Notbremse zu aktivieren. Die Corona Verordnung des Landes verlangt diesen Schritt nun von uns“, sagt Landrätin Stefanie Bürkle. „Wir haben aber auch nur eine Chance, das Stückchen Freiheit, das wir die letzten zehn Tage hatten, zurück zu bekommen, wenn sich jeder von uns diszipliniert an die Maßnahmen hält und sich regelmäßig testen lässt“, so Bürkle weiter. So lange nicht klar ist, wie es mit den Astra Zeneca Impfungen weiter geht, seien testen und Disziplin die einzigen Mittel, gegen das Virus anzukommen, so die Landrätin.

Die 7-Tages-Inzidenz war zuletzt auf 130,7 geklettert. „In den letzten Tagen wurden uns nochmals deutlich mehr Fälle gemeldet als in den vorausgegangenen Tagen, der Trend geht nach oben“, fasst Dr. Susanne Haag-Milz vom Gesundheitsamt zusammen. „Im Vordergrund steht jetzt ein sehr diffuses Infektionsgeschehen.“ Dies bedeutet, dass sich das Virus flächendeckend im gesamten Landkreis mit kleineren Ausbruchsgeschehen in verschiedenen Umgebungen und Zusammenhängen ausgebreitet hat.

Alleine in den letzten 3 Tagen gab es Infektionsfälle in 7 Betrieben, 5 Schulen, 2 Kindergärten und 2 medizinischen Einrichtungen. Nicht selten sind auch ganze Familien betroffen. Da mittlerweile über 60% der Fälle auf Virusvarianten zurück zu führen sind, erkranken leider auch immer mehr enge Kontaktpersonen an den ansteckenden Virusvarianten. Erfreulich ist, dass derzeit keine Altenpflegeeinrichtungen betroffen sind. Das gesamte Maßnahmenpaket aus Hygienevorgaben, Testungen und Impfungen scheint zu wirken.

Die Infektionslage im Landkreis Sigmaringen ist aktuell sehr dynamisch, eine kontinuierliche Beobachtung und angepasste Steuerung der erforderlichen Maßnahmen ist erforderlich. Konnte zu Beginn der Woche das abgegrenzte Infektionsgeschehen in einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge mit 21 Infektionsfällen als wesentlich bei der Beurteilung der Lage berücksichtigt werden, so steht jetzt das flächendeckende Auftreten neuer Infektionen im Landkreis Sigmaringen im Vordergrund. Eine Rücknahme der Lockerungen ist daher unumgänglich.

Ab Samstag, den 20.03.2021, 0.00 Uhr gilt u.a. folgendes:

  • Es darf sich nur noch ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen, Kinder der beiden Haushalte bis 14 Jahre werden hierbei nicht mitgezählt.
  • Im Einzelhandel ist nur noch Click & Collect möglich.
  • Körpernahe Dienstleistungen sind verboten. Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios müssen wieder schließen.
  • Auch Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten u.ä. müssen schließen.
  • Einschränkungen beim Sport. Insbesondere ist die Nutzung von Sportanlagen für den Amateur- und Freizeit-Individualsport wieder untersagt.

Weiterhin haben Baumärkte, Gartenmärkte, Blumenhandlungen, Buchhandlungen und Frisörsalons geöffnet.

Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, um das Infektionsgeschehen zu bremsen, wäre als Ultima Ratio auch eine nächtliche Ausgangssperre möglich. Wenn der Inzidenzwert fünf Tage in Folge unter 100 liegt, können die Einschränkungen wieder zurückgenommen werden.

Der Stufenplan der Landesregierung über Öffnungen bzw. Schließungen kann hier heruntergeladen werden: Stufenplan Baden-Württemberg