TOP 1 Ärztehaus Bingen – Zwischenbericht über Baufortschritt und Kostenentwicklung
Beim neuen Ärztehaus in Bingen geht es sichtbar voran. Der Rohbau ist abgeschlossen, die Fenster sind eingebaut und auch die Dacharbeiten sind fertiggestellt. Inzwischen läuft der Innenausbau. Besonders erfreulich: Das Projekt befindet sich weiterhin im vorgesehenen Zeitplan. Nach heutigem Stand sollen sämtliche Arbeiten für die Arztpraxis im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein.

Damit nimmt eines der derzeit wichtigsten Projekte der Gemeinde weiter Gestalt an. Im neuen Ärztehaus entstehen ausreichend Behandlungsräume, sodass dort künftig bis zu drei Ärztinnen und Ärzte tätig sein können. Das Gebäude wird barrierefrei ausgeführt und erhält ausreichend neue Parkplätze. Auch energetisch wird das Ärztehaus zeitgemäß ausgestattet. Vorgesehen sind unter anderem eine Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage. Eine Klimatisierung in den stark frequentierten Bereichen trägt den besonderen Anforderungen der medizinischen Nutzung Rechnung.

Erfreuliche Neuigkeiten gibt es auch für die künftige Nutzung des Untergeschosses: Die Apotheke soll künftig ebenfalls im neuen Ärztehaus untergebracht werden. Die Gemeinde hat die entsprechenden Überlegungen frühzeitig begleitet und die weitere Planung auf den Weg gebracht. Mit Arztpraxis und Apotheke unter einem Dach entsteht damit ein wichtiger Baustein für die medizinische und gesundheitliche Versorgung in Bingen.

Während das Gebäude von außen bereits weit fortgeschritten ist, stehen nun zunehmend die Arbeiten im Inneren im Mittelpunkt. Die Ausstattung der zukünftigen Praxisräume wird derzeit konkretisiert. Parallel dazu werden die weiteren Arbeiten an der Gebäudehülle und den Außenanlagen vorbereitet. Die Außenanlagen im Bereich der Arztpraxis sollen noch in diesem Jahr hergestellt werden. Die übrigen Flächen werden nach Abschluss der Arbeiten für die Apotheke fertiggestellt.

Die aktuelle Kostenprognose geht von Gesamtkosten von rund 2,36 Millionen Euro aus. Gegenüber der ursprünglichen Kostenberechnung sind damit Mehrkosten entstanden. Wesentliche Gründe liegen insbesondere bei der technischen Ausstattung, den Außenanlagen und der Gebäudeausstattung. Gleichzeitig konnten bei verschiedenen Gewerken des Roh- und Ausbaus Einsparungen erzielt werden.

TOP 2 Ärztehaus – Haustür und Glasinnentüren, Vergabe der Leistungen
Im Zuge des Neubaus der Praxisräume im Ärztehaus befasste sich der Gemeinderat mit der Vergabe der Eingangstür sowie der erforderlichen Glasinnentüren und Glaselemente. Für die ursprünglich vorgesehene Ausführung lagen Angebote mit einer Gesamtsumme von 27.795,09 € brutto vor.

Die Ausführung der Eingangstür wurde zuletzt nochmals angepasst. Briefkasten sowie Klingel- und Sprechanlage werden nicht in die Eingangstür integriert, sondern als separate Einrichtungen unmittelbar neben der Tür angebracht. Zusätzlich wird die Eingangstür mit einem elektrischen Türöffner zur Erfüllung der Anforderungen an die Barrierefreiheit ausgestattet.

Unter Berücksichtigung dieser Änderungen sowie der Glasinnentüren und Glaselemente belaufen sich die Gesamtkosten nun auf 33.267,64 € brutto.

Der Gemeinderat stimmte der Vergabe in der geänderten Ausführung zu.

TOP 3 Ärztehaus – Vorstellung der Planung für das Hanggeschoss
Im Anschluss wurde die Planung für das Hanggeschoss vorgestellt, in dem künftig die Kastanien Apotheke von Inhaber Thomas Schwarz untergebracht werden soll. Die bisherigen Planungen wurden auf die besonderen Anforderungen des Apothekenbetriebs abgestimmt. Auch die zuständige Aufsichtsbehörde hat der Planung bereits informell zugestimmt.

Neben der räumlichen Aufteilung wurde der weitere zeitliche Ablauf vorgestellt. Die Räume für die Apotheke sollen im ersten Halbjahr 2027 vorbereitet werden. Wann der tatsächliche Umzug und die Eröffnung am neuen Standort erfolgen, steht derzeit noch nicht fest.

TOP 4 Bekanntgaben
Keine.

TOP 5 Anfragen
Gemeinderat Baur fragt an, ob eine Planung für den Radweg zwischen Laucherthal und Hitzkofen bei der zuständigen Stelle angeregt werden könne. Die Strecke hat zwischen der sogenannten Dreieckshütte an der Gemarkungsgrenze und dem Ortseingang Laucherthal keinen zufriedenstellenden Ausbauzustand. Bürgermeister Potas erwiderte, dass eine Planung für diesen Abschnitt seitens des Landkreises bereits erarbeitet wird.

Gemeinderätin Brückner regte an, den oberen Eingang am Friedhof besser auszuleuchten. In den nun kommenden Wintermonaten sei der Bereich am Eingang zum neuen Friedhofsbereich sehr dunkel. Bürgermeister Potas sicherte zu, sich der Sache anzunehmen.

Gemeinderat Ströbele fragte mit Blick auf die Trockenheit und den niedrigen Grundwasserspiegel nach dem Zustand der Wasserversorgung. Bürgermeister Potas antwortete, dass die Lage angespannt sei. Aktuell wird der Wasserstand am Tiefbrunnen sehr intensiv beobachtet. Eine Entwarnung kann hier leider nicht gegeben werden. Wenn es nicht bald regnet, muss auch die Gemeinde Bingen kurzfristig über Beschränkungen in der Nutzung des Wassers nachdenken.

Gemeinderat Baur erkundigte sich nach dem Stand des Glasfaserausbaus für die Teilorte. Bürgermeister Potas erwiderte, dass eine erste Anfrage an die BLS bereits gestellt wurde. Grundsätzlich kann der Glasfaserausbau nur dann gefördert werden, wenn die Bandbreite unter der in den Förderprogrammen des Bundes ausgewiesenen Mindestgeschwindigkeit liegt und Kapazitäten im Programm vorhanden sind.