In der vergangenen Woche durfte Maria Rebholz aus Bingen auf 100 Lebensjahre zurückblicken. Im kleinen Rahmen feierte die älteste Bürgerin der Gemeinde den nicht alltäglichen Geburtstag. Bürgermeister Jochen Fetzer überbrachte die Glückwünsche des Ministerpräsidenten und der Landrätin sowie der ganzen Gemeinde. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schickte ebenfalls ein Glückwunschschreiben. Neben einigen historischen Dokumenten aus dem Jahr 1922 schenkte die Gemeinde der Jubilarin einen Birnbaum mit Widmung, welcher beim Hornsteiner Wasserreservoir gepflanzt wurde. Dort steht bereits der Apfelbaum des Bruders von Frau Rebholz, der anlässlich seines 100. Geburtstages vor zwei Jahren gepflanzt wurde.

Maria Rebholz geb. Fleisch wurde in Hornstein geboren und wuchs dort auf einem Bauernhof auf. Neben der Arbeit in der Landwirtschaft war es ihr möglich, die Haushalts- und Nähschule in Sigmaringen zu besuchen. „Da bin ich jeden Tag hin und wieder zurückgelaufen, im Sommer wie im Winter“, beschrieb Frau Rebholz die damalige Situation. Am Ostermontag 1950 heiratete sie ihren Mann Albert und zog nach Bingen. Dort betrieb Herr Rebholz eine Schreinerei. Bald kamen drei Kinder, ein Sohn und zwei Töchter, zur Welt. Nur acht Jahre nach der Hochzeit schlug das Schicksal schwer zu und der Ehemann und Vater verstarb ganz plötzlich. Frau Rebholz zog ihre Kinder groß und baute sogar ein Haus in der Hohenzollernstraße. Heute dreht die Jubilarin noch fast täglich ihre Runden. Gerne hat sie Kontakt mit Menschen und tauscht sich über dies und jenes aus. Die Familie ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. 12 Enkelkinder und 8 Urenkel umfasst sie zwischenzeitlich. Das Strahlen in den Augen unserer ältesten Einwohnerin verrät Zufriedenheit, Dankbarkeit und Gottvertrauen für das, was ihr im Leben geschenkt wurde.