Was bedeutet die Warnstufe?
Bisher befand sich das Land in der Corona-Basisstufe. Doch schon diese Woche könnte Baden-Württemberg die Warnstufe erreichen. Anders als bei den früheren Inzidenzstufen zählen bei dem inzwischen gültigen Warnsystem landesweite Werte und nicht mehr die einzelner Kreise.

Aber was würde das bedeuten?
In Baden-Württemberg wurde am 16. September ein Dreistufen-System zur weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie eingeführt. Dieses orientiert sich an der Auslastung der Krankenhäuser mit Corona-Patienten. Die niedrigste Stufe mit wenigen Einschränkungen wird als Basisstufe bezeichnet. Ihr folgt die Warnstufe mit weitergehenden Beschränkungen, die in der dritten Stufe, der Alarmstufe, nochmals verschärft werden.

Welche Regeln gelten in der Warnstufe?
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht mit den wichtigsten Beschränkungen in der Warnstufe:

Private Treffen
In der Warnstufe darf sich nur ein Haushalt mit 5 weiteren Personen treffen. Nicht mitgezählt werden dabei Geimpfte und Genesene sowie Personen unter 18 Jahren; d.h., es sind immer noch größere Treffen dieser Personengruppe möglich. Auch Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, werden nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt.

Öffentliche Veranstaltungen
In geschlossenen Räumen gilt die 3G-Regel mit PCR-Test. Das heißt, ein Schnelltest reicht für Ungeimpfte und Nicht-Genesene nicht mehr aus. Bei Veranstaltungen im Freien gilt weiterhin 3G ohne PCR-Test-Pflicht. Die Veranstalter dürfen jedoch auch das 2G-Optionsmodell nutzen und nur Geimpfte und Genesene einlassen.

Öffentliche Verkehrsmittel
In keiner der drei Stufen ist mit irgendwelchen Einschränkungen zu rechnen. Es gilt aber weiterhin die Maskenpflicht.

Sport und Fitnessstudio
Sport ist in geschlossenen Räumen (z.B. Sandbühlhalle) nur mit einem 3G-Nachweis möglich. Ungeimpfte müssen in der Warnstufe einen PCR-Test vorlegen. Im Freien gilt weiterhin die normale 3G-Regel ohne PCR-Test-Pflicht.

Kultureinrichtungen
Auch in Museen, Bibliotheken oder Galerien gilt die 3G-Regel mit PCR-Test-Pflicht für Ungeimpfte und Nicht-Genesene. Im Freien gilt weiterhin die 3G-Regel ohne PCR-Test-Pflicht.

Religiöse Veranstaltungen
Bei Messen und Gottesdiensten gibt es wie bisher keine weiteren Regelungen, abgesehen von der Maskenpflicht, der Kontaktdatenangabe und einem Hygienekonzept.

Gastronomie
In Restaurants und Bars gilt in der Warnstufe 3G mit PCR-Test-Pflicht für Ungeimpfte in geschlossenen Räumen. Im Freien reicht ein Schnelltest aus.

Freizeitparks, Schwimmbäder usw.
In geschlossenen Räumen gilt 3G mit PCR-Test-Pflicht für Ungeimpfte. Im Freien bleibt es bei der herkömmlichen 3G-Regel ohne die Pflicht über einen Nachweis eines negativen PCR-Tests.

Körpernahe Dienstleistungen
Beim Friseur oder im Nagelstudio gilt in der Warnstufe weiterhin die 3G-Regel ohne PCR-Test-Pflicht für Ungeimpfte.

Einzelhandel
Dem Einzelhandel werden auch in der Warnstufe keine weiteren Beschränkungen auferlegt.

Ausnahmen von der PCR-Pflicht und 2G-Beschränkung

  • Kinder bis einschließlich 5 Jahre
  • Kinder bis einschließlich 7 Jahre, die noch nicht eingeschult sind
  • Grundschüler, Schüler eines sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums und Schüler einer auf der Grundschule aufbauenden Schule oder einer beruflichen Schule (Testung in der Schule)
  • Personen unter 18 Jahren, die nicht mehr zur Schule gehen (negativer Antigen-Test erforderlich)
  • Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können (ärztlicher Nachweis notwendig, negativer Antigen-Test erforderlich)
  • Personen, für die es keine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gibt (negativer Antigen-Test erforderlich)
  • Schwangere und Stillende, da es für diese Gruppen erst seit dem 10. September 2021 eine Impfempfehlung der STIKO gibt (negativer Antigen-Test erforderlich)

 

Eine Übersicht über die Regeln der einzelnen Warnstufen haben wir nachfolgend zum Download eingestellt.

Aufruf zur Impfung
Die Entwicklung der vergangenen Wochen ist überwiegend durch Coronainfektionen von Ungeimpften herbeigeführt worden. Die Intensivstationen in den Krankenhäusern, auch im Krankenhaus Sigmaringen, sind an der Kapazitätsgrenze. Für Intensivpatienten mit anderen Krankheiten als Corona (z.B. Herzinfarkte o.ä.) wird es zunehmend schwieriger untergebracht zu werden. Sie können mit einer Impfung gegen das Coronavirus nicht nur sich selbst schützen, sondern auch Verantwortung für die Gesellschaft und das gesamte Gesundheitssystem übernehmen. Lassen Sie sich impfen!

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