Nach ihrer Wiederwahl in den Landtag besucht die Abgeordnete Andrea Bogner-Unden die Gemeinden im Wahlkreis, um deren Probleme und Anliegen zu erfahren. Am vergangenen Freitag empfingen Bürgermeister Jochen Fetzer und seine beiden Stellvertreter Anita Gauggel und Horst Arndt die Grünen-Politikerin zu einem Gespräch. Rund eineinhalb Stunden tauschte man sich in angenehmer Atmosphäre aus. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, warum es in Sachen Windpark in Bingen nicht weitergehe. Hier erwarten sich die Gemeindevertreter künftig eine klarere Haltung der Landesregierung, die den Kreisverwaltungen und den Gerichten eindeutige Vorgaben zur Umsetzung von projektreifen Planungen macht. So, wie es jetzt gehandhabt wird, schafft das Land die Energiewende nicht, waren sich Gauggel, Fetzer und Arndt einig. Weitere Themen waren der immer größere Bürokratieaufwand durch die Vorgaben des Landes, welcher den Gemeinden viele Freiheiten nimmt sowie die hohen Standards in den Bereichen Kinderbetreuung. So wird beispielsweise auf Bundesebene die Einführung eines Rechtsanspruchs auf Nachmittagsbetreuung von Schulkindern diskutiert, welcher die Einstellung von ausgebildetem Erziehungspersonal nach sich ziehen wird. Dadurch würden bestehende, funktionierende Strukturen zerschlagen und die ohnehin angespannte Lage auf dem Erzieherinnenmarkt noch angeheizt. Seitens der Gemeinde wurde abschließend lobend erwähnt, dass man sich in der Coronakrise vom Land finanziell gut unterstützt fühlte. Frau Bogner-Unden hörte aufmerksam zu und diskutierte mit – sie sagte zu, die vorgetragenen Anliegen zu prüfen und den Kontakt zu den Gemeinden halten zu wollen.