Fragen der Einwohner
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Gemeinsamer Gutachterausschuss besetzt
Ab dem 1.7.2021 wird der gemeinsame Gutachterausschuss bei der Stadt Sigmaringen die Aufgaben für den gesamten Landkreis übernehmen. Der neue Gutachterausschuss besteht aus dem Vorsitzenden, mehreren stellvertretenden Vorsitzenden sowie ehrenamtlichen Gutachtern aus den Kreisgemeinden. Je nach Größe dürfen die Gemeinden unterschiedlich viele Gutachter stellen. Von der Gemeinde Bingen werden drei Gutachter vorgeschlagen. Dies sind Andrea Wassmer, Anton Engel und Ottmar Pfister. Sie gehören bisher schon dem Gutachterausschuss der Gemeinde Bingen an.

Friedhof – weiterer Teilabschnitt wird umgestaltet
Johannes Göpel vom Planungsbüro Freiraumwerkstadt erläuterte den Gemeinderäten die geplanten Bauarbeiten. Auf Grundlage eines Rahmenplans zur Umgestaltung des alten Teils des Friedhofs Bingen wurde ein weiterer Sanierungsabschnitt angegangen. Er umfasst den Bereich zwischen der Leichenhalle und dem Kriegerdenkmal. Dort sollten neue Pflanzbeete sowie ein Brunnen angelegt werden. Die bestehenden Splitt- und Materialboxen werden an den Rand des Friedhofsparkplatzes verlegt. Des weiteren wird die große Treppe zum Pfarrgemeindehaus neu gebaut, da die bestehende Anlage nicht mehr verkehrssicher ist. Den Gestaltungsplan haben wir nachfolgend zum Download eingestellt.

Das Planungsbüro schrieb die Bauarbeiten unter sieben Firmen aus. Drei Angebote gingen ein, wobei die Firma Hammer aus Sigmaringendorf die günstigste Offerte abgab. Allerdings lag der Preis noch deutlich über dem im Haushaltsplan angesetzten Budget (70.000 EUR). Mit der Firma wurde deshalb vereinbart, dass der Bauhof bereits unmittelbar nach Abschluss der Baumaßnahme die Pflege der Anlage übernimmt, was eine Kosteneinsparung von rund 9.700 EUR einbringt. Dadurch lässt sich die Überschreitung der Haushaltsmittel auf rund 7.000 EUR herunterreduzieren, was der Gemeinderat so billigte. Der Vergabebeschluss erfolgte einstimmig.

Die Arbeiten werden im Herbst durchgeführt.

Lageplan BA 3.3 (003)

Kinderhausleiterin berichtet
Was macht die Coronakrise mit den Menschen im Kinderhaus? Wie geht es den Kindern, den Eltern, den Erzieherinnen? Dies waren Fragen, die Kinderhausleiterin Carola Keck den Gemeinderäten beantworten konnte. Zum Einstieg zeigte sie die Zahlen und Fakten rund um das Kinderhaus Abenteuerland auf: Derzeit besuchen 120 Kinder die Einrichtung, die sich aus 91 Kindern über 3 Jahren und 29 Kleinkinder zusammensetzen. 37 Kinder haben einen Migrationshintergrund und stammen aus 13 Nationen. Zum Erziehungsteam gehören zwischenzeitlich 25 Fachkräfte, die – bedingt durch Teilzeitarbeit – knapp 18 Vollzeitstellen besetzen.

Größeren Gesprächsbedarf nahm das Thema Teststrategie ein. Zusammen mit dem Bürgermeister veranschaulichte Frau Keck, dass man gemeinsam mit dem Elternbeirat eine kooperative Teststrategie vereinbart hat. Nach einer einwöchigen Lernphase im Kinderhaus übergab man die Test“arbeit“ an die Eltern, und zwar auf freiwilliger Basis. Die Eltern haben lediglich die zweimal wöchentlich durchzuführende Testung ihrer Kinder per Vorlage des Teststreifens nachzuweisen. Es gibt einige wenige Testskeptiker, die der Prozedur noch kritisch gegenüberstehen. Dies sorgte für erheblichen Unmut unter den Gemeinderäten, die dafür plädierten, unbedingt eine Testpflicht einzuführen, wenn es auf freiwilliger Basis nicht klappt. Es könne nicht sein, dass das Verhalten einer kleinen Minderheit zu einer Gefährdung der Mehrheit durch den möglichen Eintrag des Virus in die Einrichtung – sowohl in gesundheitlicher Hinsicht als auch durch die Folgen der Schließung der Einrichtung – führen kann. Bürgermeister Jochen Fetzer sah den Ausschluss von Kindern aus dem Kinderhaus als ultima ratio. Schließlich müssen dann die Kinder das ausbaden, was ihre Eltern erwirkt haben. Man wolle durch eine kooperative Zusammenarbeit das Thema Testung angehen. Wenn allerdings absehbar ist, dass es nicht funktionieren sollte, dann müsste man zum Schutz der Mehrheit über eine Testpflicht sprechen.

Der Bericht der Kinderhausleiterin wurde durch die Darstellung der Arbeit in den unterschiedlichen Gruppen abgerundet. Durch das coronabedingte Verbot der Gruppenmischung ist das offene Konzept des Kinderhauses nunmehr seit über einem Jahr nicht mehr anwendbar. So werden die Kinder in insgesamt sieben Gruppen eingeteilt. Die Arbeit für das Team wird deutlich erschwert, weil einerseits nicht mehr so viele Angebotsformen zur Verfügung stehen und andererseits die Urlaubs- und Krankheitsvertretung sehr viel schwieriger wurde. Außerdem sei bei den Eltern verschiedentlich festzustellen, dass der Umgangston rauer und die Reizschwelle niedriger geworden ist. Die Hoffnung, dass die Krise bald vorbei ist und man wieder zum normalen Alltag zurückkehren kann, ist groß.

Baugesuche
Der Gemeinderat erteilte das Einvernehmen zu folgenden Bauanträgen: Neubau eines Doppelhauses in der Elogiusstraße (Bingen), Neubau einer Garage am Leuteberg (Bingen), Neubau von Garagen in der Veringer Straße (Hochberg) und Anbau an ein Wohngebäude im Haldenweg (Hitzkofen).