Gedenkminute für Karl Fleisch
Zu Beginn der ersten Sitzung nach der Sommerpause gedachte der Gemeinderat dem im August verstorbenen ältesten Mitbürger Karl Fleisch. Herr Fleisch hatte zahlreiche Ehrenämter inne. Unter anderem war er über 30 Jahre im Gemeinderat und fast fünf Jahrzehnte in der Feuerwehr vertreten.

Beteiligung der BLS an der OEW genehmigt
Die Gemeinde Bingen ist Gesellschafterin der BLS (Breitbandgesellschaft im Landkreis Sigmaringen). Die BLS hat sich zur Aufgabe gemacht, die Gemeinden beim Ausbau des schnellen Breitbandnetzes zu unterstützen. In Hochberg wurde ein Projekt bereits erfolgreich umgesetzt. Die BLS möchte sich nun an der OEW Breitband GmbH beteiligen. Um in der Gesellschafterversammlung der BLS entsprechend abstimmen zu können, muss der Gemeinderat den Bürgermeister hierzu ermächtigen.

Wer ist die OEW Breitband GmbH? Hinter der OEW verbergen sich die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke mit Sitz in Ravensburg. Die OEW ist ein Hauptaktionär der EnBW – ihr Kerngeschäft ist das Medium Strom. An der OEW sind u.a. neun Landkreise beteiligt, so auch der Landkreis Sigmaringen. Es ist geplant, dass die OEW mit dem Thema Breitband ein neues Geschäftsfeld erschließt. Um sich die entsprechende Kompetenz einzukaufen, werden Kooperationen mit regionalen Breitbandunternehmen, wie z.B. der BLS, angestrebt. Nach erfolgreicher Gründung des neuen Zweigunternehmens wird die OEW den Gemeinden anbieten, an deren Stelle Breitbandnetze zu erstellen. Die Gemeinden hätten dann keine Ausgaben, aber später auch keine Pachteinnahmen o.ä. aus den Netzen. Die Kriterien, welche Prioritäten bei der zeitlichen Umsetzung gesetzt werden, sind noch nicht bekannt.

Nach kurzer Beratung stimmte der Gemeinderat der Kooperation zu.

Gebührensatzung für den Gutachterausschuss aufgehoben
Nachdem seit 1.7.2021 ein kreisweiter Gutachterausschuss bei der Stadt Sigmaringen eingerichtet wurde, braucht es keine Rechtsgrundlage auf Gemeindeebene mehr. Deshalb hat der Gemeinderat die aus dem Jahr 2005 stammende Gutachterausschussgebührensatzung aufgehoben.

Beschaffung CO2-Sensoren für Schule und Kinderhaus
In der öffentlichen Diskussion wird häufig die Frage gestellt, welche Maßnahmen in den Schulen und Kindergärten am wirkungsvollsten sind, um die Virenlast in der Luft zu verringern. Das Bundesumweltamt vertritt hierzu die eindeutige Meinung, dass konsequentes Lüften zum besten Erfolg führt; vor allem deshalb, weil dadurch Frischluft in den Raum gelangt, was z.B. bei mobilen Lüftungsgeräten nicht der Fall ist. Um das Lüften zu unterstützen wird der Einsatz von CO2-Sensoren empfohlen. Diese zeigen an, wann der CO2-Gehalt in der Luft so hoch wird, dass eine Lüftung notwendig wird. Der Bedarf dieser Geräte liegt bei jeweils 10 Stück für die Grundschule und für den Kindergarten. Die Verwaltung rechnet mit einer Investition von 5.000 EUR. 50% gibt das Land als Zuschuss.

Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag von Verwaltung, Schule und Kindergarten und stimmte für den Kauf von CO2-Sensoren noch über den laufenden Haushalt.

Zustimmung zu den Wahlen der Feuerwehrabteilung Hornstein
In der Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung Hornstein wurde Abteilungskommandant Eugen Deschler für weitere 5 Jahre in seinem Amt bestätigt. Zum neuen Stellvertreter wurde Klaus Schmid gewählt; er übernimmt die Aufgabe von Philipp Fleisch.

Baugesuche
Der Gemeinderat erteilte das Einvernehmen zum Bau zweier Einfamilienhäuser in der Elogiusstraße sowie zum Umbau der Biogasanlage in der Burgstraße in Hornstein (Verlegung des Motorenhauses von der Burgstraße in den rückwärtigen Bereich des Grundstücks sowie die Errichtung einer Radladergarage).

Bekanntgaben
Wie bereits der Presse zu entnehmen war, schließt die Volksbank im Frühjahr 2022 die Filiale Bingen. Es wird lediglich noch ein Geldautomat und einen Kontoauszugsdrucker verbleiben. In einem Telefonat des Bürgermeisters mit dem Vorstand der Volksbank verdeutlichte dieser, dass die Entscheidung unumstößlich sei. Sie erfolgte aus Kostengründen und der nachlassenden Nachfrage nach persönlichen Bankdienstleistungen.

Der Bürgermeister vermeldete den Eingang eines vierten Förderbescheides für den Neubau des Rathauses. Aus dem Holzinnovativprogramm des Landes erhält die Gemeinde 250.000 EUR. Zusammen mit den Bewilligungen aus drei weiteren Fördertöpfen liegt der Zuschussbetrag bei 1,1 Mio. EUR. Derzeit bereitet das Architekturbüro die Ausschreibung der Baumaßnahme vor. Noch vor Weihnachten soll die Vergabe erfolgen, sofern wirtschaftlich vertretbare Angebote eingehen.

Immer wieder werden Verwaltung und Gemeinderäte über den Stand in Sachen Wärmenetz gefragt. Aus diesem Grund wird die Firma Solarcomplex am 26. Oktober 2021 eine weitere Infoveranstaltung in der Sandbühlhalle anbieten. Bereits im letzten Blättle wurde diese angekündigt.

Aufgrund der z.T. schwierigen Parksituation am Eingang der Steggasse wird dort in Kürze ein Halteverbot angeordnet. Die Parkschwierigkeiten treten hauptsächlich durch eine unkontrollierte Parkerei auf der ohnehin schon schmalen Brücke über den Mühlkanal auf. Da es sich bei der Steggasse um eine Sackgasse handelt kann es hierdurch zu gefährlichen Situationen kommen, z.B. bei einem Rettungseinsatz. Deshalb wird das Landratsamt eine entsprechende Anordnung für ein Parkverbot erlassen.

Die Firma Hammer wird Ende Oktober die weiteren Umbauarbeiten am alten Friedhof aufnehmen. Unter anderem wird die große Treppe Richtung Kirchberg saniert und der Bereich zwischen Kriegerdenkmal und Leichenhalle neugestaltet.

Durch den Umbau der Verbandsanlagen des Wasserversorgungszweckverband Mittlere Lauchert konnte der Bürgermeister eine Druckerhöhungsanlage für den Hochbehälter Hohwies erreichen. Dadurch wird es möglich, die z.T. bescheidenen Druckverhältnisse in Hochberg deutlich zu verbessern. Die Erhöhung des Wasserdrucks ist zum Ende des Jahres vorgesehen. Bis dahin müssen die Anschlussnehmer in Hochberg klären, ob die Drucksteigerungen irgendwelche Konsequenzen für die Hausinstallation nach sich ziehen. Die Haushalte erhalten vom Bürgermeisteramt noch ein diesbezügliches Anschreiben.