Neuer Schülerbus kommt
Die Gemeinde Bingen betreibt für die Kindergarten- und Schulkinder aus Hochberg und Hornstein eine eigene Buslinie. Bei dem zwischenzeitlich 12 Jahre alten Fahrzeug ist seit längerem das Radlager defekt. Außerdem ist nun noch die Kupplung ausgefallen. Allein die Reparatur der Kupplung würde mit über 2.000 EUR zu Buche schlagen. Des weiteren läuft Anfang 2019 der TÜV ab. Die Rostsituation lässt eine erneute Zuteilung der TÜV-Plakette nicht bzw. nur unter erheblichem Aufwand erwarten. Deshalb wäre über den Haushaltsplan 2019 ohnehin eine Neubeschaffung erforderlich gewesen. Die Verwaltung wurde beauftragt, unter verschiedenen Autohäusern Neu- und Jahreswägen auszuschreiben. Dabei legte man Wert auf ein Hochdach, um dem Personal beim Anschnallen der Kinder genügend Kopffreiheit zu gewähren. Außerdem braucht das Fahrzeug eine Standheizung sowie eine ausfahrbare Trittstufe an der seitlichen Schiebetür und Zusatzblinker auf dem Dach.

Insgesamt gingen acht Angebote unterschiedlicher Marken ein. Am interessantesten war dabei die Offerte des Autohauses Will über einen Peugeot Boxer mit Tageszulassung zum Preis von 31.500 EUR (incl. aller Zusatzausstattungen). Nach kurzer Aussprache entschied sich der Gemeinderat mehrheitlich für den Peugeot. Das Fahrzeug soll baldmöglichst zum Einsatz kommen.

Hochwasser- Alarm- und Einsatzplan beschlossen
Nach dem Hochwasser im Jahr 2013 machten sich die Kommunen entlang der Lauchert und der Fehla daran, Maßnahmen zu entwickeln, um künftige Hochwasserereignisse besser zu managen bzw. Vorbeugung zu betreiben. Dreh- und Angelpunkt ist dabei eine Flussgebietsuntersuchung, die mögliche bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz aufzeigt. Das umfangreiche Planwerk wurde bereits in einer Bürgerversammlung in Veringenstadt vorgestellt. Zur Umsetzung der vorgeschlagenen Baumaßnahmen soll in nächster Zukunft ein Zweckverband gegründet werden. Durch diese Rechtsform können Fördermittel des Landes abgerufen werden, die bei Alleingängen der Gemeinde nicht möglich wären. Der Bürgermeister kündigte an, dem Gemeinderat die Einzelvorhaben auf unserer Gemarkung baldmöglichst vorzustellen. Neben der Flussgebietsuntersuchung beschäftigt sich die Technische Universität Berlin mit der Einrichtung eines Frühwarnsystems zur rechtzeitigen Erkennung gefährlicher Situationen, hauptsächlich im Karstgestein der Alb. Das Land fördert diese Initiative zu 100%, verknüpft aber damit gewisse Voraussetzungen. Unter anderem müssen die beteiligten Gemeinden Hochwasseralarm- und Einsatzpläne aufstellen. Diese dienen der Gemeindeverwaltung, dem Bauhof und der Feuerwehr als Handlungsanleitung bei Hochwasser. Dabei wird je nach Wasserstand und Wettervorhersage nach Beobachtungs- und Aktionsphasen unterschieden. Um die Gefährdungssituation genauer einschätzen zu können wurden jüngst Pegellatten an der Muni-Brücke und am Einlauf des Mostelbachs in die Lauchert in Hitzkofen angebracht. Anhand von Beispielen des Hochwassers 2013 zeigten Bürgermeister Jochen Fetzer und Feuerwehrkommandant Artur Löffler, wie der Hochwasseralarm- und Einsatzplan funktioniert. Nach mehreren Rückfragen beschloss der Gemeinderat das Planwerk. Es ist noch einige Zeit auf der Homepage der Gemeinde unter „Aktuelles“ abrufbar.

Baugesuche
Der Gemeinderat erteilte das Einvernehmen zur Erstellung eines Carports in der Hornsteiner Straße.