Bericht aus der Sitzung des Bauausschusses vom 25.03.2019
Einstimmig erteilte der Bauausschuss das Einvernehmen zum Bau eines Carports im Blumenweg und zum Bau eines Einfamilienwohnhauses im Neubaugebiet „Hinter dem Sportplatz“.

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 25.03.2019

Fragen der Einwohner
Hierzu kamen keine Wortmeldungen.

Jugendbeteiligung durch 14er Rat kommt
Der Bürgermeister begrüßte die Herren Unterricker und Schönbucher sowie Frau Natterer vom Landratsamt zur Sitzung. Sie leiten derzeit das Modellprojekt „14 er Rat“, welchen schon einige Gemeinden im Landkreis eingeführt haben. Durch die Beteiligung der Jugendlichen im Alter von 14 Jahren (+/- 1 Jahr) möchte die Gemeinde mehr über die Bedürfnisse und Erwartungen dieser Altersgruppe wissen. Außerdem sollen die Jugendlichen über die Vorgänge in der Gemeinde und der Kommunalpolitik lernen und letztendlich auch emotional an die Heimat gebunden werden. Die Moderation des Prozesses liegt zunächst beim Landratsamt und wird über das Förderprogramm Land(auf)Schwung finanziert. Es finden Treffen mit den interessierten Jugendlichen statt, in denen Themen eruiert und ausgearbeitet werden.

In der ausführlichen Aussprache kam zum Ausdruck, dass es sich nicht nur um eine reine Freiwilligkeitsleistung der Gemeinde handelt, sondern die Kinder- und Jugendbeteiligung zwischenzeitlich in der Gemeindeordnung verankert ist. Ob diese tatsächlich dann auch zum Tragen kommt bestimmen die Jugendlichen durch ihre Teilnahme.

Letztendlich sprachen sich alle Gemeinderäte für die Einführung einer Jugendbeteiligung durch einen 14er Rat aus. Die hierfür in Frage kommende Altersgruppe wird demnächst durch Hinweise im Amtsblatt sowie durch persönliche Anschreiben informiert.

Kindergartenbedarfsplanung steht
In regelmäßigen Abständen berichten Verwaltung und Kindergartenleitung über die Situation im Kinderhaus. Daraus leiten sich dann die Handlungsweisen für die nächsten Jahre ab. Derzeit verfügt das Kinderhaus über eine maximale Aufnahmekapazität von 127 Plätzen, darunter einer Kinderkrippe mit 10 Plätzen. In den fünf altersgemischten Gruppen muss man allerdings berücksichtigen, dass für Kinder unter 3 Jahren zwei Plätze angerechnet werden, so dass die Anzahl der angemeldeten Kinder und der hierfür beanspruchten Plätze differiert. Für das Ende des laufenden Kindergartenjahres (Juli 2019) rechnet die Verwaltung mit einer Gesamtbelegung von 113 Kindern, welche 125 Plätze einnehmen. Die Auslastung liegt damit bei 98%. Hierfür stehen 22 Fachkräfte plus eine Hilfskraft zur Verfügung. Der Vollzeitschlüssel liegt damit bei 16,5 plus Hilfskraft.

Betrachtet man die Geburten der 0 bis 2-Jährigen so ist erkennbar, dass sich die Kinderzahlen auf dem momentanen Niveau halten. Die im Jahr 2017 eingeführte sechste Gruppe, welche zunächst nur befristet bis 2019 eingerichtet war, wird damit weiterhin benötigt. Mithilfe einer Bevölkerungspyramide prognostizierte der Vorsitzende, dass der Trend vermutlich noch ein paar Jahre anhält bevor die Kinderzahlen voraussichtlich deutlich zurückgehen werden.

Kinderhausleiterin Carola Keck berichtet über die inhaltliche Arbeit im Kinderhaus und verdeutlicht den Gemeinderäten den Alltag in der Tagesstätte. Nach der Klärung einiger Fragen beschloss der Gemeinderat einstimmig den Kindergartenbedarfsplan, verbunden mit der Verlängerung der sechsten Kindergartengruppe um weitere 3 Jahre. Danach wolle man sehen, ob sie noch gebraucht wird.

Bürgermeister Jochen Fetzer sprach in diesem Zusammenhang nochmals die Gestaltung der Elternbeiträge an. Die Gemeinde Bingen verlangt verhältnismäßig niedrige Entgelte, für das Vorschuljahr hat man sogar eine komplette Gebührenbefreiung beschlossen. Bei der Einführung begründete man dies mit dem ungehinderten Zugang aller Bevölkerungsschichten zur vorschulischen Bildung. Andererseits legte der Gemeinderat in der Vergangenheit bei der Grundschulbetreuung Wert auf kostendeckende Gebühren, da man mit diesem Angebot den berufstätigen Eltern entgegenkomme. Nach Meinung des Vorsitzenden gelte diese Sichtweise aber zumindest auch für die Ganztages- und Krippenangebote im Kindergarten. Man war sich einig, die Leitlinie bei der Ausgestaltung der Elternbeiträge in einer späteren Sitzung nochmals zu diskutieren.

Haushaltsplan 2019 verabschiedet
Nach zwei Vorberatungen legte die Verwaltung das 380 Seiten starke Planwerk zur Verabschiedung vor. Kämmerer Robert Kromer erläuterte nochmals die Abweichung zum letzten Planungsstand. Ohne Gegenstimme wurde der Etat dann beschlossen. Die Details zum Haushaltsplan entnehmen Sie bitte den Erläuterungen in diesem Blättle.

Gemeindewald – Holzeinschlag
Aufgrund der landesweit anhaltenden Käfer- und Sturmholzproblematik hat sich die Forstverwaltung dazu entschieden den planmäßigen Nadelholzeinschlag zu stoppen und verstärkt Schadbäume sowie Laubholz aufzuarbeiten. Danach wird das weitere Vorgehen aufgrund der Witterung und der Marktlage neu festgelegt. Insgesamt sind bereits knapp die Hälfte des geplanten Jahreseinschlags erfolgt.