Informationsveranstaltung Wärmenetz Bingen am 26. Oktober 2021

Wichtige Planungsfortschritte in den vergangenen Monaten
In den vergangenen Monaten hat die solarcomplex AG im Auftrag der NRS Nahwärmeregion Sigmaringen weiter intensiv an den Planungen für das Wärmenetz Bingen gearbeitet. Neben der Sicherung und ökologischen Bewertung der Grundstücke für die geplante solarthermische Anlage und der Auswahl von geeigneten und konkret umsetzbaren Standorten für Heizhaus und Pufferspeicher, stand dabei insbesondere die technisch anspruchsvolle Querung der Lauchert im Mittelpunkt der technisch geprägten Aktivitäten der Projektentwicklung.

Es galt aber auch einige juristische und planerische Herausforderungen zu bewältigen. Mittlerweile ist es gelungen, die Genehmigung der Gemeindeprüfungsanstalt für den zwischen der Gemeinde Bingen und der solarcomplex AG in den letzten Monaten verhandelten und in mehreren Gemeinderatssitzungen beschlossenen Gestattungsvertrag zu erhalten. Für das Solarfeld ist eine Änderung der Flächennutzungsplanung und ein Bebauungsplan erforderlich. Auch die notwendigen Diskussionen mit den Akteuren, die Glasfaser mitverlegen könnten und die Abstimmung mit der Netze BW als Betreiberin des örtlichen Stromnetzes werden weiter vorangetrieben. Denn im Rahmen der Verlegung des Wärmenetzes in Bingen soll die Stromversorgung, die heute noch weitgehend über Dachständer erfolgt, unter die Erde verlegt werden.

Unklarheit wegen Fördersituation auf Bundesebene
Nicht beeinflussen können die Beteiligten dagegen weiterhin die seit zwei Jahren andauernden Unsicherheiten in der Förderlandschaft der Wärmewende der Bundesrepublik Deutschland. Der für Anfang des Jahres 2021 angekündigten Verabschiedung der Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) hat die Bundesregierung bis zum heutigen Tage keine Taten folgen lassen. Bis vor wenigen Wochen war die Ankündigung eines Inkrafttretens vor der Bundestagswahl versprochen. Aktuell ist das Inkrafttreten für Ende Oktober 2021 angekündigt. Auch dieser Zeitpunkt ist aber weiterhin unsicher. Deshalb bleibt unklar, ob es eine Förderung in Höhe von 40 % der Investitionskosten gibt oder wie bislang nur eine Förderung, die zwischen 25 und 33 % der Investitionskosten liegen kann. Für die Wärme aus der solarthermischen Anlage soll es zudem über einen Zeitraum von zehn Jahren eine Förderung pro ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Wärme geben.

Zudem wird sich die Förderung des Bundes je nach Größe des Wärmenetzes auch qualitativ hinsichtlich des förderunschädlichen Anteils der Biomasse unterscheiden und es könnte die Notwendigkeit einer Machbarkeitsstudie geben. Aus diesen Gründen ist es bislang für die Nahwärme Region Sigmaringen unmöglich, die Planungen für das Solarenergiedorf Bingen abzuschließen und einen Wärmepreis für das geplante Solarenergiedorf in Bingen zu definieren.

Informationsveranstaltung in der Sandbühlhalle
Die Gemeinde Bingen und die solarcomplex AG werden deshalb am 26. Oktober 2021 um 19.30 Uhr in der Sandbühlhalle in Bingen eine weitere öffentliche Informationsveranstaltung durchführen. Dabei wird über den Stand der Dinge und die verschiedenen zeitlichen und planerischen Optionen berichtet. Dies ist insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger interessant, deren Häuser im geplanten Bauabschnitt eins in Bingen liegen. Jörg Dürr-Pucher, Leiter Projektentwicklung bei der solarcomplex AG hofft, dass der durch die unklare Planungssituation eingetretene Zeitverzug im Laufe des Projekts aufgeholt werden kann.

Haben Sie dringenden Beratungsbedarf?
Die ersten Hausbesuche, die bereits für den Sommer 2021 geplant waren, können sinnvoll erst dann erfolgen, wenn die Wärmepreise festgelegt worden sind. Nur dann können technische und wirtschaftliche Themen mit den Kunden besprochen werden. Die aktuellen Unsicherheiten sind besonders für diejenigen Haushalte nicht zumutbar, die bei ihren bestehenden Heizungen technische Schwierigkeiten haben und bereits zur Heizperiode 2022/2023 eine Ersatzinvestition vornehmen müssen. Mit diesen Haushalten wollen die Planer der solarcomplex AG in den kommenden Wochen separat und persönlich sprechen. Deshalb bitten wir Sie ganz herzlich, entweder über das Rathaus oder direkt über Herrn Luis Lang (lang@solarcomplex.de), der als Projektingenieur für die Planung in Bingen verantwortlich ist, Kontakt aufzunehmen.

Rektorin Manuela Müller offiziell eingesetzt

In einer kleinen Feierstunde wurde die neue Rektorin der Grundschule Bingen in ihr Amt eingesetzt. Aufgrund der Corona-Vorgaben musste die Feier klein gehalten werden; der Auftritt von Schülergruppen war leider nicht möglich. Dies sollte der Veranstaltung jedoch keinen Abbruch tun. So versammelten sich am späten Freitagnachmittag die Elternvertreter, das Lehrerkollegium, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulbetreuung und des weiteren Personals an der Grundschule, der Bürgermeister und eine Abordnung des Gemeinderats, Pfarrer Ekkehard Baumgartner, Schulrätin Kristina Staiger vom staatlichen Schulamt sowie Freunde und die Familie von Frau Müller. Der scheidende Rektor Frank Saur war per Video zugeschaltet, da er sich zurzeit in Quarantäne befindet.

Als dienstälteste Lehrerin an der Grundschule nahm Isolde Maier die Begrüßung vor. Sie freute sich, dass die Rektorenstelle in Bingen nahtlos wiederbesetzt werden konnte. Dies sei nicht üblich. Die ersten gemeinsamen Arbeitstage zeigten eine äußerst gute Zusammenarbeit zwischen der neuen „Chefin“ und dem Kollegium. Schulrätin Kristina Staiger vom staatlichen Schulamt Albstadt-Sigmaringen setzte Manuela Müller offiziell in Ihr neues Amt ein. Sie zählte die bereits durchlaufenen Stationen der aus Jungnau stammenden Rektorin, zuletzt als Lehrerin an der Grundschule Winterlingen-Harthausen, auf. Zwar ist es ihre erste Schulleiterinnenstelle, doch bringt Frau Müller schon viele Erfahrungen, auch in Führungsfortbildungen, mit ein. Sie überreichte der neuen Rektorin das Gedicht „Desiderata“ von Max Ehrmann. Die sogenannte Lebensregel von Baltimore soll künftig das Büro von Frau Müller zieren und über schwierige Situationen hinweghelfen. Bürgermeister Jochen Fetzer begrüßte Manuela Müller im Namen der gesamten Bevölkerung hier in Bingen. Er wünschte sich, dass sie die Grundschule dynamisch weiterentwickelt und die Kinder in den Mittelpunkt ihres Handels stellt. Der Unterstützung der Gemeinde kann sie sich sicher sein, denn es ist ein großes Anliegen des Gemeinderats, die Bildung zu unterstützen.

Am Beginn ihrer Antrittsrede zeigte die neue Schulleiterin einen Rucksack, welcher mit den Erfahrungen ihres bisherigen Lebens gefüllt ist. Mit Erfahrungen als Lehrerin, in der pädagogischen Fortbildung als Montessori-Fachkraft sowie als Mutter von drei Kindern. Die Erfahrungen möchte sie in ihre Arbeit in Bingen einbringen und – in Anspielung auf den Rucksack – künftig als Wanderführerin fungieren. Sie werde neue pädagogische Ansätze in Absprache mit dem Kollegium behutsam einführen und umsetzen. Frau Müller betonte, dass sie die Grundschule in Bingen als sehr positiv wahrgenommen habe, weshalb sie sich auch für die Bewerbung entschieden habe.

Elternvertreter Stefan Rapp hieß Frau Müller im Namen der gesamten Elternschaft willkommen. Wie es bei den kleinen Schulanfängern üblich ist, überreichte er der neuen Schulleiterin zur „Einschulung“ in Bingen eine prall gefüllte Schultüte. Herr Rapp ist sich sicher, dass die Anliegen der Elternschaft auch in Zukunft bei der Schulleitung gut aufgehoben sind und sicherte Frau Müller die Unterstützung zu. Pfarrer Ekkehard Baumgartner überbrachte die Grüße der katholischen Kirchengemeinde. Die Verzahnung zwischen der Schule und der Kirche sei gerade bei Veranstaltungen wie der Einschulung wichtig. Frau Müller erhielt aus den Händen des Pfarrers eine Engelsfigur.

Sämtliche Redner ließen es sich nicht nehmen, sich beim scheidenden Rektor Frank Saur für dessen Arbeit und Verdienste in den letzten sechs Jahren zu bedanken. Herr Saur hat die Schule nicht nur inhaltlich, sondern auch in Bezug auf das Gebäude und den Außenbereich weitergebracht. Ein neuer Schulhof wurde gebaut, das Schulhaus brandschutztechnisch aufgerüstet. Insgesamt verbaute die Gemeinde in den letzten Jahren über 1 Mio. EUR. Die Coronakrise hat die Arbeit als Schulleiter deutlich erschwert und besonders im administrativen Bereich deutlich umständlicher gemacht. Wenn man der Situation etwas Positives abgewinnen wollte, dann war es die Tatsache, dass die Handwerker beim Schulhausumbau ungestört vom Schulbetrieb arbeiten konnten. Seiner Nachfolgerin gab Herr Saur mit einem Augenzwickern mit auf den Weg, dass er in den letzten sechs Jahren durchschnittlich 180.000 EUR pro Jahr verbaut habe, und sie dies ruhig als Richtwert nehmen könne. Sichtlich gerührt verabschiedete er sich dann mit einem Dank von den Anwesenden und von der Gemeinde Bingen. Künftig wird er an einer Privatschule unterrichten.

Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahmen Moritz Müller am Klavier und Ann-Sophie Metzger an der Geige. Im Anschluss gab es einen kleinen Stehempfang bei wunderschönem Spätsommerwetter auf dem Schulhof.

Neue Coronaregeln ab 16.09.2021

Ab 16. September 2021 tritt ein dreistufiges Warnsystem in Kraft. Dies bedeutet, dass es strengere Regelungen bei abzeichnender Überlastung der Krankenhäuser geben wird.

Warnstufe: Die Warnstufe wird ausgerufen, wenn die Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge den Wert von 8,0 erreicht oder überschreitet oder die Auslastung der Intensivbetten in Baden- Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 250 erreicht oder überschreitet.

Alarmstufe: Die Alarmstufe wird ausgerufen, wenn die Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge den Wert von 12,0 erreicht oder überschreitet oder die Auslastung der Intensivbetten in Baden- Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 390 erreicht oder überschreitet.

Im nachstehenden PDF-Download finden Sie einen verständlichen Überblick.

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Weitere Informationen unter Baden-Württemberg.de.