Mitarbeiterinnenwechsel im Rathaus

Gleich zwei Mitarbeiterinnen der Gemeindeverwaltung wechseln zu einem neuen Arbeitgeber. Luzia Stehle (Dritte von links) beginnt am 1. November ihr neues Arbeitsverhältnis im Rathaus Ertingen. Ihren Dienst in Bingen trat sie im Jahr 1991 an. Zunächst war sie in der Personalverwaltung eingesetzt und wechselte nach dem Erziehungsurlaub in Teilzeit auf das Einwohnermeldeamt. Seit 4 Jahren obliegen ihr außerdem die Tätigkeiten des Schulsekretariats. Mit dem Wechsel besteht für Frau Stehle die Möglichkeit wieder in Vollzeit zu arbeiten. Ihre Nachfolgerin wird Sabine Pudelski aus Bingen (rechts), die sich unter 45 Bewerberinnen durchgesetzt hat. Frau Pudelski treffen sie ab 1. Oktober an drei Tagen der Woche im Rathaus bzw. in der Schule.

Sandra Schmid (Zweite von links) beginnt am 1. Februar 2019 ihr neues Arbeitsverhältnis bei der Seelsorgeeinheit Sigmaringen. Vor 8 Jahren begann sie als Aushilfe im Rathaus und übernahm 2014 von Melita Schrök den Posten im Vorzimmer des Bürgermeisters. Auf eine entsprechende Stellenausschreibung meldeten sich 41 Bewerberinnen und ein Bewerber. Die Wahl des Gemeinderates fiel auf Sandra Schwarz aus Ertingen (links), die derzeit noch in einem mittelständischen Unternehmen arbeitet. Frau Schwarz wird ab 1. Dezember von Frau Schmid eingearbeitet.

Bürgermeister Jochen Fetzer bedauerte das Ausscheiden der beiden Angestellten, freute sich jedoch, dass man mit Frau Pudelski und Frau Schwarz zwei motivierte Nachfolgerinnen gefunden hat.

 

 

Bericht aus der Gemeinderatsitzung am 17. September 2018

Fragen der Einwohner
Hierzu kamen keine Wortmeldungen.

Borkenkäfer trifft auch unseren Wald
Nach dem besorgniserregende Meldungen aus anderen Landesteilen über flächendeckenden Borkenkäferbefall zu vernehmen waren, stellen wir nun auch in unseren Wäldern vermehrt eine Käferplage fest. Revierleiter Günther Letsch erläuterte den Gemeinderäten, warum eine hohe Borkenkäferpopulation den Wald schädigt. Der Borkenkäfer legt seine Eier unter die Rinde von Fichten. Dort wächst die nächste Käfergeneration heran, fliegt aus und setzt sich wiederum in anderen Bäumen ab. Dort beginnt das ganze Spiel von neuem. So kann ein weiblicher Käfer über einen Sommer bis zu 30.000 Kinder und Kindeskinder produzieren. In der Regel wehren sich die Bäume durch ihr Harz gegen diesen Befall; die Käfer verenden in der klebrigen Masse. Doch in solch trockenen Perioden wie in diesem Sommer können die Bäume nicht genügend Harz produzieren und sind den Borkenkäfern nahezu wehrlos ausgesetzt. Die Folge ist das Ablösen der Rinde, wodurch die Wasserzufuhr des Baumes unterbrochen ist. Der Baum trocknet dann regelrecht aus. Der Förster macht deutlich, dass Käferbäume – und dabei handelt es sich ausschließlich um Fichten – schnellstmöglich gefällt und aus dem Wald gebracht werden müssen. Dabei ist es wichtig, dass nicht nur die Gemeinde, sondern auch alle Privatwaldbesitzer schnell reagieren, denn der Käfer kennt keine Besitzgrenzen. Bei der Begutachtung des Waldes sollte man sich nicht darauf verlassen, dass ein grün aussehender Bereich in Ordnung ist – dies kann sich von Tag zu Tag ändern. Gerne bietet der Förster Rat zum Thema Käferholz an und vermittelt auch Arbeitskräfte zur Aufarbeitung des Holzes. Weiterhin wird auf Privatwaldtagen zum Thema Borkenkäfer referiert (siehe entsprechende Ankündigung in diesem Blättle unter der Rubrik „Für die Forstwirtschaft“).

In der regen Diskussion wurde unter anderem auch deutlich, dass es sich beim Borkenkäferbefall im Binger Wald noch nicht um ein existentielles Problem handelt. Herr Letsch rechnet mit einem Käferholzanteil von 15 % des Jahreseinschlags. Durch die insgesamt schwierige Situation fallen jedoch die Preise für Fichtenholz stark ab. Die im Gemeindehaushalt eingeplanten Einnahmen werden deshalb nicht erreicht und voraussichtlich auch im Jahr 2019 noch deutlich unter den Vorjahren liegen. Die Gemeinde reagiert insofern auf die Käferholzsituation, dass nun vermehrt Laubholz geschlagen wird. Dort wo käferbedingte Hiebe notwendig sind wird mit weniger empfindlichen Baumarten, wie zum Beispiel der Weißtanne, aufgeforstet.

Aus der Mitte des Gemeinderates wurde angeregt, über die Einrichtung von Nasslagerplätzen nachzudenken. Dies wäre eine ideale Lösung, so der Förster, doch die Einrichtung eines solchen Platzes ist mit hohen Investitionen verbunden. Außerdem wird durch die Trockenheit die Entnahme des notwendigen Wassers aus Flüssen wie der Lauchert erschwert bzw. ist derzeit gänzlich verboten.

Haushalt für das Interkommunale Gewerbegebiet genehmigt
Im Oktober soll die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Interkommunaler Gewerbe- und Industriepark Graf-Stauffenberg die Haushaltssatzung verabschieden und damit die Gelder für den Ankauf der Liegenschaften in der Kaserne frei machen. Knapp 3,9 Mio. € sind hierfür nötig. Bürgermeister Jochen Fetzer zeigte auf, dass neben der Erstinvestition dann auch die laufenden Ausgaben für die Unterhaltung der Straßenflächen und Hallen geleistet werden müssen. Je schneller man die Gewerbeflächen wieder weiterverkaufen kann, umso kleiner halten sich die Belastungen. Der von der Stadtverwaltung Sigmaringen aufgestellte Entwurf des Haushaltsplans gab reichlich Anlass zur Diskussion. Insbesondere der Ausblick auf die Jahre 2019 und später zeigt, dass der laufende Unterhalt deutlich steigen wird. Dies, so der Vorsitzende, sind nur ganz grobe Kostenschätzungen, die sich bei der Aufstellung des Haushaltsplans 2019 noch konkretisieren werden. Insgesamt bat er jedoch um Zustimmung zum Planwerk, um jetzt den Einstieg in die Konversion angehen zu können. Ohne einen Haushaltsplan ist ein Flächenankauf in diesem Jahr nicht mehr möglich.

Aus der Mitte des Gemeinderates wurde mit Unverständnis auf die Ankündigung der Politik reagiert, die Bundeswehr wieder nach Sigmaringen holen zu wollen. Damit werde eine gewisse Unsicherheit erzeugt. Allerdings soll nach einer Pressemitteilung der laufende Konversionsprozess durch diese Überlegung nicht beeinträchtigt werden. Hier müsse man die weiteren Entwicklungen abwarten.

Anschließend stimmte der Gemeinderat dem Entwurf des Haushaltsplans 2018 für das Interkommunale Gewerbegebiet zu und beauftragte den Bürgermeister in der Verbandsversammlung entsprechend abzustimmen.

Keine öffentliche Kandidatenvorstellung
Bürgermeisterstellvertreter Horst Arndt teilte mit, dass unmittelbar vor der Gemeinderatssitzung die Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahl 2018 abgelaufen ist. Der Gemeindewahlausschuss stellte dabei fest, dass nur eine Bewerbung, die des Amtsinhabers Jochen Fetzer, vorliegt. In einer früheren Sitzung hielt sich der Gemeinderat offen, je nach Bewerberlage eine öffentliche Kandidatenvorstellung durchzuführen. Aufgrund der vorliegenden Situation verzichtet die Gemeinde auf eine solche Veranstaltung.

Neuer Radlader beim Bauhof


Vor wenigen Tagen wurde von der Firma Zürn / Heber / Kröll aus Inneringen
der neue Radlader beim Bauhof angeliefert. Das kompakte Fahrzeug wird künftig für Ladearbeiten sowie im Winterdienst auf schmalen Wegen eingesetzt.

 

Kanalauswechslung im Alemannenweg

Seit Anfang dieser Woche läuft eine weitere Tiefbaumaßnahme in unserer Gemeinde. Im Alemannenweg wird ein Kanalteilstück von 30 m Länge ausgetauscht. Berechnungen haben ergeben, dass dieser in den 70er Jahren verlegte Kanal aus heutiger Sicht einen zu geringen Querschnitt hat. Bei Starkregenereignissen könnte der Kanal die ankommenden Wassermassen nicht mehr schlucken. Dieser Effekt wird sich durch den Anschluss des Neubaugebiets „Hinter dem Sportplatz“ noch verstärken. Deshalb hat der Gemeinderat entschieden, den Kanal gegen einen größeren auszutauschen sowie das Gefälle zu verstärken, um so den Abfluss zu verbessern.